Norman Foster lanciert UN-Deklaration für nachhaltige & integrative Architektur

Im Vorfeld der COP 27 hat der Architekt Norman Foster die San Marino Nachhaltigkeitserklärung vorgestellt

norman foster
Source & Copyright by Foster+Partners

Autor: Mai-Lea

  • Norman Foster stellt Grundsätze für nachhaltige Architektur bei Sitzung der Wirtschaftskommission von Europa vor
  • Die Stadtplanung der Zukunft soll einen integrativen Raum des gegenseitigen Respekts und der Inklusion fördern
  • Architektur soll Ressourcen schützen und auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren können

Norman Foster leitet in eine neue Ära der Architektur und Stadtplanung ein

Im Rahmen der 83. UNECE-Konferenz lancierte Norman Foster, Gründer und CEO von Foster+Partners sowie Präsident der Norman Foster Foundation, die San Marino Deklaration. Dabei handelt es sich um eine von der UN genehmigte Erklärung, die Grundsätze für nachhaltige und integrative Stadtplanung sowie Architektur umfasst, um die umfassende Vision nachhaltiger Entwicklung zu fördern. So verpflichtet sie jede Stadt dazu, städtische Infrastrukturen und Gebäude im Einklang mit den integrierten Grundsätzen zu planen.

Ziel #1: Integration, Vielfalt & Respekt

Ein klares Ziel der Deklaration ist es, eine Priorität auf die Bewohner:innen zu setzen. Jeder Haushalt - inklusive besonderer Bedürfnisse - erlebt Berücksichtigung, um Vielfalt und Gleichberechtigung zu fördern. Dieses Vorhaben soll unter anderem dadurch gewährleistet werden, dass der Zugang zu Wohnräumen offen sowie finanzierbar wird. Gleichzeitig zielen die Grundsätze darauf ab, Respekt zwischen verschiedenen Kulturen zu etablieren: Diskriminierung und Korruption sollen keinen Platz mehr im städtischen Raum haben. Letztlich soll so ein Empfinden sozialer Verantwortung etabliert werden - Bürgernähe ist die Devise.

Ziel #2: Ressourcen- & Klimaschutz

Ein weiterer Fokus der von Norman Foster deklarierten Grundsätze liegt auf der Rücksicht für die Natur. So forcieren sie den effizienten Gebrauch von Ressourcen, um sie zu schützen. Und auch ein umweltfreundlicher Umgang mit Energie steht auf der Agenda - unter anderem soll Recycling zum Status quo gehören. Diese Commitments, in Kombination mit emissionsarmen Energieerzeugungs- sowie Verkehrssystemen, sollen langfristig zur Klimaneutralität führen.

Ziel #3: Sicherheit

Außerdem sollen sich die Bewohner:innen städtischer Räume sicher fühlen. Dazu definieren die Grundsätze der Erklärung international anerkannte Qualitätsstandards für architektonische Planungen. Außerdem enthalten sie Standards für anpassungsfähige Räumlichkeiten, die auf mögliche Krisen wie Naturkatastrophen reagieren können. Sicherheit wird also in verschiedenen Dimensionen gewährleistet.

Keeping the Conversation Going: Norman Foster fordert anhaltendes Engagement

Nicht zuletzt plädiert die San Marino Deklaration an langfristiges Engagement. Die verschiedenen Interessengruppen sollen in einem dauerhaften Austausch mit den Bürger:innen stehen und den Diskurs fortsetzen, um die Infrastruktur kontinuierlich zu optimieren. Und zwar im Hinblick auf nachhaltige sowie soziale Aspekte. Die Städte der Zukunft sollen sowohl für die Gemeinschaft als auch für die Umwelt einen sicheren Platz darstellen.

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