Dodds & Shute: Schwedische Möbel führend in Sachen Nachhaltigkeit

Kein anderes Land stellt so nachhaltig Möbel her wie Schweden. Das geht aus dem neuen Nachhaltigkeitsbericht von Dodds & Shute hervor

nachhaltigkeits Report

Geht es um eine verantwortungsvolle Herstellung von Möbeln, produzieren Marken aus Schweden am nachhaltigsten und liegen damit unangefochten vor der europäischen Konkurrenz aus Deutschland, England oder Italien. Diese Schlüsse ziehen Nick Shute und Stefan Dodds in ihrem diesjährigem Nachhaltigkeitsbericht.

Design soll sozialer, ökologischer und nachhaltiger werden

Die beiden Kreativen von Dodds & Shute sind auf der stetigen Suche nach sozialem, ökologischen sowie nachhaltigen Design Produkten. Daher ist die anspruchsvolle Agenda ihrer Möbel-Plattform für Architekten und Designer: "Mit großem Optimismus den Weltenlauf durch verantwortungsvolles Design zum Positiven zu wenden". Dass dies nicht bloße Wunschvorstellung ist, zeigen die Erkenntnisse aus der profunden Analyse ihres diesjährigen Dodds & Shute Sustainability Reports:

Über drei Jahre prüften sie dafür die Produktion von rund 130 internationalen Möbel-Marken auf Nachhaltigkeit. Dabei befragten Dodds & Shute alle Marken, die sie selbst auf ihrer Plattform anbieten, als auch deren Lieferanten. Im Ergebnis haben rund 85% der befragten Unternehmen geantwortet. Die Vermutung liegt nahe, dass Unternehmen mit ausstehender Resonanz nicht bereit sind ihre Produktionsstandards offen zu legen.

Die Fragen richteten nach fünf Kriterien

  1. Nachhaltigkeitsrichtlinien (Governance)
  2. Herkunft der verwendeten Materialien (Materials)
  3. Produktionsmethoden und -orten (Production)
  4. Arbeitsstandards (People)
  5. Innovation (Innovation)

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Quelle & Copyright by Dodds & Shute

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Nachhaltigkeitsbericht soll dem Thema mehr Bedeutung schenken

Die generationsübergreifende Problematik der “Nachhaltigkeit“ wird zwar von Designern und Architekten gerne und oft thematisiert und proklamiert, fällt aber häufig mangelnden Ressourcen zum Opfer und bleibt somit unbeachtet. Diesem Umstand der Bedeutungslosigkeit wirken Dodds & Shutes durch präzise und transparente Methoden entgegen. Ihre Untersuchung verdeutlicht welchen signifikanten Einfluss die Kurzlebigkeit von Möbeln, Zubehör sowie Accessoires auf die Umweltbilanz eines Gebäudes haben kann.

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Key Facts des Sustainability Report von Dodds & Shute

1. Schwedische Möbelmarken führend in Sachen Nachhaltigkeit

Die Top 10 der nachhaltigen Unternehmen wird dominiert von sieben Möbelmarken aus Schweden. Den ersten Platz belegte dabei Edsbyn vor Minus Tio auf dem zweiten Platz, gefolgt vom deutschen Hersteller Zeitraum. Flokk, Johansen und Lintex ebenfalls aus Schweden folgen auf den weiteren Plätzen.

Im Länder Ranking zeigt sich somit Schweden insgesamt auf Platz 1 (Score: 92), gefolgt von Deutschland (Score: 81), UK (Score: 69), Italien (Score: 68) und Spanien (Score: 67). Dänemark bildet mit einem Score von 65 das Schlusslicht.

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Quelle & Copyright by Dodds & Shute

2. Lokale Produktion als ausschlaggebendes Kriterium

Ein Erfolgsfaktor schwedischer Unternehmen ist die lokale Produktion: Rund 97% der schwedischen Marken sourcen ihre Materialien und betreiben ihre Produktionsstätten in einem Entfernungsradius von nicht mehr als 450 Meilen. Gefolgt von den italienischen Unternehmen mit 300 Meilen. Möbelmarken aus Deutschland und UK sind da hinterher, mit einer durchschnittlichen Entfernung von über 1000 Meilen in Sachen Produktion und Materialherkunft.

Die existierende Infrastruktur des Landes spielt somit eine große Rolle. Für Dodds & Shute zeichnet sich eine lokale Produktion in zahlreichen Vorteilen aus: Vom geringen CO2-Footprint, über Förderung der lokalen Wirtschaft und Gemeinden, Erhalt von Tradition sowie Einhaltung hoher Qualitäts- und Arbeitsstandards.

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3. Designer spielen eine wichtige Rolle

Der Report zeigt darüber hinaus Top Designer, mit denen die nachhaltigen Unternehmen vermehrt zusammenarbeiten. Demnach können Designer Druck auf nicht nachhaltige Produzenten ausüben, indem sie nachhaltige Marken für ihre Zusammenarbeit präferieren.

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Informationstransparenz realisiert Verantwortung

Vormals grundlegende Design-Fragen nach Ästhetik, Kosten sowie Funktionalität langweilen die beiden, sie sehen ihre Verantwortung eher darin einen tiefgreifenden Umbruch im Denken der Designer und Architekten herbeizuführen. Damit denken sie ihr Handwerk neu und können ökologische Verantwortung tragen. Gestaltung als Prozess zu einem bewussteren Umgang mit den Dingen, die wir in unsere Lebenswelten hineingeben.

Das Ergebnis ihrer Studie spiegelt sich auch auf ihrer eigenen Plattform wieder. Dort bieten Dodds & Shute die Möglichkeit Produkte nach "Sustainability-Kriterien" zu filtern: Dazu zählen z.B. Nachhaltigkeitsstandards, Herstellungsorte, recycelte Materialien, FSC-Zertifikat, VOC-Gehalt oder Kriterien der Kreislaufwirtschaft. So soll ihre Forschung Designern helfen einfacher passende Produkte zu finden, um schneller verantwortungsbewusstere Ziele zu erreichen sowie nachhaltige Projekte zu realisieren.

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