Design Museum London: Waste Age – Was können Designer tun?

Designer überdenken unsere Beziehung zu Alltagsgegenständen

Design Museum London: Waste Age
Quelle & Copyright by Design Museum London

Autor: Hanna Lona Werner

Wir leben im Zeitalter des Mülls. Das Design Museum in London stellt sich in seiner Ausstellung „Waste Age: What can Design do?“ die essentielle Frage, welchen Beitrag Designer leisten können, unsere Wegwerfkultur ein für alle Mal hinter uns zu lassen. Noch bis zum 20. Februar beleuchtet daher die sorgfältig kuratierte Ausstellung einen möglichen Weg des Designs hin zur Kreislaufwirtschaft. Besucher werden dazu eingeladen, zu entdecken, was in den Bereichen Designer Mode, Bauwesen, Lebensmittel, Verpackungen sowie Technik alles möglich ist.

Inzwischen ist den meisten Menschen bewusst, dass Müll ein riesiges Problem unserer Zeit darstellt. Die Ausstellung „Waste Age: What can Design do?“ liefert Antworten auf die zentrale Frage, wie wir diese Herausforderung meistern können. Eine neue Generation von Designern stellt den Status Quo in Frage und überdenkt somit unsere Beziehung zu Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs. Sie streben nach einer Zukunft, in der nachhaltige Materialien und eine Circular Economy, der Ausweg aus dem Müll-Zeitalter sind.

Design Museum London: Waste Age

Quelle & Copyright by Design Museum London

Von Mode über Lebensmittel und elektrische Geräte bis hin zum Baustoffen und Verpackungen. Die Designer finden den verlorengegangenen Wert alltäglicher Gegenstände in unserem Müll wieder und zeigen dabei auf, wie diese zu neuen wertvollen Ressourcen weiterverarbeitet werden können. Die Besucher der Ausstellung haben zudem die Möglichkeit, Möbel aus Lebensmittelabfällen oder Plastikmüll, CO2-negative Mode, neuartige Materialien aus Lebensmittelresten und viele weitere Highlights zu entdecken.

Die Ausstellung umfasst zahlreiche neue Ausstellungsobjekte, die auf drastische Weise die erschreckenden Auswirkungen von Müll für den Betrachter greifbar machen. Eine groß angelegte Installation von Ibrahim Mahama besteht beispielsweise ausschließlich aus Elektromüll aus Ghana. Viele weitere Designer erfinden außerdem unsere Beziehung zum Müll neu. Formafantasma, Stella McCartney, The Ellen MacArthur Foundation, Lacaton & Vassal, Bethany Williams, Fernando Laposse, Natsai Audrey Chieza und Phoebe English trugen ebenfalls Ihre Designs zur Ausstellung bei.

Die Design Museums DNA – Vision, Ziel, Mission, Werte & Verpflichtungen

Nicht ohne Grund ist das Design Museum London der Ort, an dem „Waste Age: What can Design do?“ ausgestellt wird. In der DNA des Museums sind eine klare Vision, ein starkes Ziel, eine großartige Mission, wichtige Werte und richtungsweisende Verpflichtungen verankert:

  • Vision: jeder wertschätzt Design
  • Ziel: die Auswirkungen von Design sichtbar machen
  • Mission: die öffentliche Wahrnehmung von Design verstärken durch die Verbindung von Design und das Leben sowie die Leidenschaften der Menschen. Die Rolle des Designers im sozialen, technischen und ökologischen Wandel widerspiegeln. Die Design Community vertreten durch die Einladung von Designern gemeinsam öffentlich zu denken.
  • Werte: Zusammenarbeit, Willkommenheißen, Einfallsreichtum und nach vorn Schauen
  • Verpflichtungen: Gleichheit, Diversität und Inklusion erschaffen und für eine nachhaltige Zukunft designen.
    Was wir selbst tun können, um Müll zu vermeiden „Wir müssen uns dem Müll-Problem stellen – wir können nicht länger ignorieren, was mit Dingen geschieht, wenn wir sie loswerden.“, sagt Kuratorin Gemma Curtin.

Statt Gegenstände als Dinge anzusehen, die ein endliches Leben haben, sollten wir sie viel mehr als Objekte mit vielen verschiedenen Leben wahrnehmen. Jeder kann bereits jetzt einen Beitrag leisten, seinen eigenen Müll zu reduzieren: Den biologischen Fußabdruck berechnen, nachverfolgen sowie reduzieren. Sich außerdem über die Müll-Problematik informieren und weiterbilden. Dazu gehört auch elektronische Gegenstände recyclen oder mehr reparieren (zu lassen), statt wegzuwerfen.

Noch bis zum 20. Februar ist ein Besuch der Ausstellung möglich, die eine wahrhaftige Kampagne für nachhaltigen Wandel ist. Sie zeigt uns, dass wir alle eine aktive Rolle in der Gestaltung unserer angestrebten Zukunft spielen sollten. Hier gibt es alle Infos zu Ausstellung.

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