Koexistenz von Mensch & Künstlicher Intelligenz

Es ist eine Revolution zu erwarten, welche unseren Alltag gänzlich verändern könnte. Künstliche Intelligenz birgt immens viele Chancen, aber auch gewisse Risiken.

Künstliche Existenz, Kai Fu Lee
Image by unsplash

Derzeit sind die Vereinigten Staaten führend im Bereich der Forschung von Künstlicher Intelligenz (KI). Sie trugen primär zur Entwicklung Deep Learning-basierter Systeme bei, welche durch die Möglichkeit des eigenständigen Lernens gekennzeichnet sind. Jedoch ist die Technologie in den USA noch kein praktischer Bestandteil des Alltags. Dahingegen hat China es geschafft, in vielen Bereichen des täglichen Lebens, Künstliche Intelligenz bereits einzusetzen. China fungiert, mit seinen 1,4 Mrd. Einwohnern, für viele Pilot-Technologien als Versuchsfeld und hat damit die Implementierung der KI stark vorangetrieben. Zum Beispiel ist dort mobiles Zahlen inzwischen so gängig, dass die Summe der mobilen Transaktionen in 2017 mit 18,8 Billionen USD höher war als das gesamte Bruttoinlandsprodukt des Landes.

An der Künstlichen Intelligenz scheiden sich die Geister

Eine prominente Schlammschlacht liefern sich regelmäßig Teslas CEO Elon Musk, der die Entwicklung von KI als eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt und Facebooks Mark Zuckerberg, der die Zukunft des Homo Sapiens in Algorithmen und Automatisierung sieht. Eine in der Gesellschaft oft genannte Befürchtung, ist die Ersetzung menschlicher Arbeitskräfte durch Roboter.

Den Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und intelligente Maschinen, sehen viele als die größte Gefahr der Artifiziellen Intelligenz an. Der wichtigste Vorteil sei hingegen, die Verbesserung der Arbeitsproduktivität, für welche eine entsprechende Aus- und Weiterbildung Voraussetzung ist.

Experte Kai Fu Lee zeigt Möglichkeiten der Koexistenz von Mensch und Maschine

Kai Fu Lee im TED Talk "How AI can save humanity", August 2018

In seinem aktuellen Buch „AI Superpowers, China, Silicon Valley and the new world order“ zeigt Dr. Kai Fu Lee, dass es nicht zwangsläufig zu massiven Arbeitsplatzverlusten kommen muss, sondern vielmehr ein Umdenken erforderlich ist. Ein Beispiel aus der Vergangenheit zeigt, dass durch die Industrialisierung zwar manuelle Arbeitsabläufe reduziert wurden, jedoch an anderer Stelle, durch Innovation und Erfindung, auch neue Berufe geschaffen werden konnten. Ähnlich soll es nach Ansicht von Kai Fu Lee auch mit der künstlichen Intelligenz sein. Der Ex-Präsident von Google China und derzeitige CEO von Sinovation Ventures, sieht die Chance, durch den richtigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Prioritäten neu zu setzen und unsere Lebensqualität zu steigern.

Kai Fu Lees Matrix der Koexistenz von Mensch und Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz, Kai Fu Lee

Die zukünftige Aufteilung von Mensch und KI in der Arbeitswelt, aus dem TED Talk von Kai Fu Lee

Während lernfähige Maschinen viele Routine-Jobs ersetzen können, werden gewisse Tätigkeiten in den Vordergrund rücken, welche Eigenschaften erfordern die allein dem Menschen vorbehalten sind. Dazu gehören emotionale und soziale Intelligenz, Kreativität, kritisches Denkvermögen, Entscheidungsfindung und Teamarbeit. Seiner Ansicht nach können dadurch vor allem soziale Berufe, wie Lehr- und Pflegekräfte, intensiver gefördert werden. In Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels, ist dies seiner Meinung nach unabdingbar.

Elon Musk und Steven Hawking sehen den KI-Trend kritisch

Expertenkreise sehen allerdings die rapide wachsende Sammlung persönlicher Daten, in den Clouds weniger Technologiekonzerne, als kritisch an. Neben Elon Musk, prophezeite auch Physiker Steven Hawking der Künstlichen Intelligenz viele Risiken. Grund dafür ist nicht nur die klischeehafte Verselbstständigung maschinellen Lebens, sondern ebenso Fragen der Datensicherheit und der sogenannten Technikethik. Wer trägt die Verantwortung von durch Maschinen verursachten Fehlern, insbesondere wenn z.B. im Bereich der Medizin die Gesundheit von Menschen auf dem Spiel steht. Zudem können Hackerangriffe verheerende Folgen nach sich ziehen.

Nichts desto trotz hat es die Künstliche Intelligenz langsam aber sicher in unser Leben geschafft. Von der Gesichtserkennungssoftware des Apple X, bis hin zu lernfähigen Systemen digitaler Sprachassistenten Siri, Alexa und Co. Vor dem Hintergrund der weiter zunehmenden Digitalisierung und damit einhergehenden Herausforderung der Verarbeitung enormer Datenvolumina, wird die Wissenstechnik mit Sicherheit weiter voranschreiten. Das globale Datenvolumen wächst seit 2010 um mehr als 50 % pro Jahr, insbesondere dadurch, dass immer mehr Geräte um uns herum mit dem Internet verbunden sind.

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