Digitalisierung und Corona: Wie Covid-19 die digitale Zukunft beschleunigt

Durch COVID-19 ist die digitale Vernetzung wichtiger denn je. Wir zeigen, welche Bedeutung der Digitalisierung durch Corona zukommt

Digitalisierung Covid, was passiert post corona

Autor: July Becker

  • Corona legt neue Kernbereiche der Digitalisierung offen
  • Userdaten, E-Commerce und Remote-Tools stehen im Fokus
  • Chance für Unternehmen eine Modernisierung anzustoßen

Diese Bereiche der Digitalisierung gewinnen durch Corona an Bedeutung

Das Corona-Virus verändert unsere Gesellschaft und Industrie dauerhaft. Zu den Folgen der Pandemie zählt auch, dass neue Kernbereiche der Digitalisierung offengelegt werden. Covid-19 ermöglicht den Blick in eine Zukunft, in der die lokale sowie globale Vernetzung mehr denn je im Mittelpunkt stehen.

1. Verkauf von Userdaten steigt

Große US-Supermärkte verkaufen schon jetzt vermehrt Point-of-Sales-Daten (Point of Sales = Verkaufs- oder Einkaufsstelle, an dem das Produkt verkauft wird) an Hersteller. Diese reagieren damit auf Schwankungen in der Nachfrage und stellen so eine durchgehende Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs sicher. Wird also beispielsweise besonders viel Toilettenpapier online bestellt, können die Fabrikanten entsprechend nachproduzieren. Es ist anzunehmen, dass sich dieses Verfahren auch in anderen Sektoren, etwa der Fashion-Branche, etablieren wird. Für den User sind dabei sogenannte real-time Verfügbarkeit Daten von Produkten von großem Interesse.

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2. Nutzung von User- und Gesundheitsdaten

User- sowie Gesundheitsdaten können dafür genutzt werden, die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. AI-Spezialisten arbeiten daran, nicht nur Corona, sondern auch andere ansteckende Krankheiten mithilfe von Daten vorherzusagen und abzuschwächen. Dies geschieht bereits weitläufig in China und Süd Korea, wo bei Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln über QR Code ein Gesundheitsnachweis erbracht werden muss.

Auch in den USA beginnen Forscher ähnliche Apps zu entwickeln, wie z.B. das Open Source Projekt CoEpi oder das Private Kit der MIT.  Ebenfalls interessant ist das Tracking von freien Krankenhausbetten, wie es eine US-Datenplattform, Definitive Healthcare in Partnerschaft mit Esri, bereits ermöglichen. Der Gesundheitssektor könnte durch die Nutzung von User- und Gesundheitsdaten eine dringend benötigte Entlastung erfahren. Unumgänglich dabei ist selbstverständlich die Wahrung der User-Privatsphäre.

3. Der E-Commerce-Sektor boomt

Obwohl und weil Ladengeschäfte nicht öffnen können, kaufen Kunden online ein. Der Retail Sektor ist von der Krise besonders stark betroffen. Und wer sich dem Online-Handel bisher verschlossen hat, wird nun eines Besseren belehrt. Von Kleidung, über Hygiene Produkte bis hin zu Lebensmitteln, der E-Commerce Sektor boomt. Vor allem kleinere Geschäfte sollten den Sprung ins Netz wagen und ihre Produkte online anbieten, um sich gegen Krisen abzusichern. Auch neue Zielgruppen können so erschlossen werden. So bieten z.B. viele Restaurants jetzt online Bestell- und Lieferservices an oder lokale Kleingeschäfte ohne E-Commerce Möglichkeit, schließen sich auf Community Plattformen zusammen, um ihre Ware weiterhin bewerben zu können.

4. Remote-Tools wie Slack und Zoom werden unentbehrlich

Das Arbeiten vom Homeoffice aus hat eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig Tools für das kollaborative Remote-Working sind. Die Zugriffe auf die Videokonferenz-Software Zoom beispielsweise sind massiv angestiegen. Dabei wird Zoom nicht nur in Unternemen, sondern auch in der Freizeit für die virtuelle Dinner Party oder den online Yoga Kurs eingesetzt. Auch Slack sowie Google Hangouts erleben eine Renaissance. Unternehmen sollten die Corona-Krise nutzen, um veraltete Kommunikationswege durch modernere Lösungen dauerhaft zu ersetzen.

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Quelle Slack Instagram, Copyright by Robert Samuel Hanson

Neue Prioritäten der Digitalisierung durch Corona

Obwohl Corona viele negativen Folgen mit sich bringt, bietet das Virus auch die Chance, die zahlreichen Möglichkeiten der Digitalisierung neu zu evaluieren. Unternehmen jeder Branche sind dazu angehalten, Modernisierungsmaßnahmen anzustoßen sowie den Blick auf eine digitalisierte Zukunft zu richten. So können insbesondere Geschäftsreisen in Zukunft gemieden und die Umwelt geschützt werden.

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