Wie die digitale Disruption Nachhaltigkeit voran bringen kann

Digitalisierung als Lösung für ein zukunftsfähiges Luxusmodell - Das sind die Gamechanger der Industrie

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Autor: Haus von Eden

  • Junge Konsumenten fördern mehr Nachhaltigkeit als je zuvor
  • Jüngste Technologien sollen Nachhaltigkeit integrieren
  • Digitalisierung kann negativen Umweltauswirkungen positiv entgegenwirken

Fast alle Trends, die wir derzeit in der Luxusindustrie erleben, sind drei zu Grunde liegende Kräften zurückzuführen: Digitalisierung, junge Verbrauchergruppen (Gen Z sowie Gen Alpha) und Nachhaltigkeit. Das sind die Gamechanger des High-End Sektors.

Immer mehr Experten sowie Studien, beispielsweise von McKinsey & Company, legen nahe, dass sich die Gen Z zur einflussreichsten Verbrauchergruppe für Luxusmarken avanciert. Um ihrer Nachfrage und Bedürfnissen zu entsprechen, bedarf es einer Revolution bestehender Geschäftsmodelle.

In einem Satz: Inklusive und relevante Markenbotschaften kombiniert mit digitalem Storytelling, die Teil einer holistischen Nachhaltigkeitsagenda sind. Die Herausforderung etablierter Marken ist somit eine zweifache: Sie müssen attraktive Strategien im Kontext nachhaltiger Lösungen entwickeln. Dabei fungiert die Digitalisierung nicht zwangsläufig alleinstehend, sondern in vielen Fällen als Booster für Nachhaltigkeit. Hier sind einige Beispiele dafür.

Digitalisierung zur Effizienzsteigerung

Digitalisierung hilft nicht nur, um die Effizienz interne Abläufe zu steigern, sondern auch um Kundenerlebnisse neu zu gestalten. Beispiele dafür sind Gamification und AR-Shopping, die das digitale Shopping zum nächsten Level bringen. Dabei machen Virtual Reality Shops das Einkaufen zu einem einzigartigen Erlebnis und Avatar-basierte Anproben erhöhen die Passgenauigkeit und reduzieren Fehlkäufe. Der Besuch im offline Shop ist somit obsolet und Nachteile des Online-Shoppings zum Teil aus dem Weg geräumt. Gamification kann zudem auf spielerische Weise nachhaltiges Verhalten fördern und mit Rewards belohnen.

Source & Copyright Burberry - Virtual Reality Store Ginza

Wichtig ist es allerdings, digitale Praktiken kompromisslos mit Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Immerhin steht Digitalisierung in engem Zusammenhang mit hohem Energieaufwand, wie die Debatte rund um die Umweltauswirkungen des NFT Art Booms verdeutlicht. Ebenso beweist das Beispiel Tesla, dass Plattformen wie Bitcoin immer mehr Transparenz sowie Innovation fördern müssen. Elon Musk verwarf die Kryptowährung, trotz anfänglicher Euphorie, aufgrund des hohen Energieaufwands der Blockchain-Technologie schnell wieder.

Je mehr sich unsere Welt digitalisiert, desto mehr wird Energieeffizienz von Bedeutung sein. Auch hier ist zu erwarten, dass vor allem jüngere Generationen mehr Transparenz fordern und in Sachen Technologie auf Tools und Gadgets setzen, die diesem Bedürfnis nachkommen. Die Konsequenz: Nicht greifbare, digitale Produkte und Dienstleistungen müssen mit hohem Anspruch an Nachhaltigkeit (weiter-)entwickelt sowie transparent präsentiert werden.

Digitalisierung fördert Zirkularität

Gegenüber der Komponente Software steht die Hardware als Einflussfaktor der Digitalisierung auf Nachhaltigkeit. Der fortschreitende technologische Fortschritt hat das Tempo des Wandels mehr denn je gesteigert. Praktisch alle Produktkategorien wurden in den letzten Jahren durch die digitale Revolution verändert, jährlich erscheinen immer mehr Produktmodelle in immer kleineren Zyklen. Im Ergebnis steigt die Abfallproduktion massiv.

Auch hier kann die Digitalisierung Abhilfe schaffen. Beispielsweise kann durch Digital Couture, Mode rein digital ausgelebt werden. Dies wäre zum Beispiel eine interessante Option für die zahlreichen Looks, die Influencer tagtäglich auf Social Media präsentieren. Darüber hinaus können neue Modelle zunächst eine digitale Bewertung vom Publikum oder von Stakeholdern erhalten, bevor sie in die Produktion gehen. Digitalisierung könnte zudem ein Booster für den Mega-Trend Made-to-Order sein, der wiederum Konsum und Abfälle reduziert.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit-2

Apple Recyclingroboter | © Apple DE

Nicht nur Modehäuser, auch Tech-Powerhouse Apple setzt zunehmend auf Zirkularität und einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Hardware Abfällen.  So bietet der Konzern Rückkauf- sowie Recyclinglösungen für Apple-Geräte an. Dadurch bekommen Produkte einen neuen Lebenszyklus, verlängert durch Reparaturen oder Recycling. Die interaktive Natur eines zirkulären Produktkaufs, beziehungsweise Rückkaufs, bietet bahnbrechende Geschäftsmöglichkeiten, da New Luxury Kunden emotionalisierte, individualisierte Erfahrungen mit Luxusmarken aller Branchen verlangen.

Digitalisierung schafft innovative Kundenbeziehung

Durch digitale Tools können Marken permanent in Kontakt mit dem Kunden treten und auf emotionaler Ebene eine kontinuierliche Kundenbeziehung aufbauen. Dabei heisst es weg von Social Media, hin zu neuen Formaten wie digitalen Shows und Events, Magazinen und Apps.
Beispiel dafür ist das Guccifest, ein Fashion Film Festival mit Stars wie Billie Eilish und Harry Styles. Bottega Venetas Magazin Issue komplettiert die Gestaltung einer Brand Universe mit 100% selbst kontrollierten medialen Storytelling.

Somit übernehmen die Marken auch mehr Verantwortung hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit. Eine Booster dafür wird wohlmöglich Edge AI sein, der den Datenaustaustausch zwischen Marken und Kunden besser kontrolliert, da eine Cloud-basierter Austausch umgangen wird und somit mehr Personalisierung zulässt.

Nachhaltige Technologie: Booster für Erfolg und Wachstum

Insgesamt tangiert die Digitalisierung jedes Segment der Luxusbranche. Junge Kundenstämme, Gen Z und bald auch die Folgegeneration Gen Alpha, sind technikaffin und fordern die Umsetzung exklusiver Erlebnisse im Rahmen kompromissloser Nachhaltigkeit. Und generiert somit außerordentliches Potential für Brands, Innovation zu fördern und Wachstum aus digitaler Nachhaltigkeit zu schöpfen. Wer nachhaltige Technologien entwickelt sowie nutzt, können Zukunft Erfolg und Wachstum verzeichnen.

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