AI for the Oceans Award prämiert innovative Meeresschutzprojekte

Der AI for the Oceans Award zeichnet Konzepte aus, die mit KI und progressiven Technologien dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht der Ozeane zu bewahren

AI for the Oceans Award
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Autor: Haus von Eden

Die Ozeane bedecken rund 72% der Erdoberfläche und sind mit einer durchschnittlichen Tiefe von 4000 Metern noch immer weitgehend unerforschtes Terrain. Dabei sind diese riesigen Wassermassen von entscheidender Bedeutung für das Leben auf unserem Planeten. Seit 1970 haben sie laut Nabu rund 90% der Wärmestrahlung der Sonne aufgenommen, sie speichern 50-mal mehr Treibhausgase als die Atmosphäre und ermöglichen zudem 90% des weltweiten Handels.

Trotzdem sind die Ozeane nach wie vor durch Verschmutzung, Überfischung und mangelnden Schutz gefährdet. Während wir Menschen bei der Rettung der Weltmeere zunehmend an unsere Grenzen stoßen, könnte künstliche Intelligenz helfen, diese komplexen Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb wurde jetzt der AI for the Oceans Award von der Deutschen Meeresstiftung und AI.Hamburg ins Leben gerufen, um innovative Projekte zu fördern, die mit progressiven technologischen Ideen das Ökosystem unserer Meere wieder in Balance bringen wollen.

Worum geht es beim AI for the Oceans Award?

Start-ups und Initiativen aus aller Welt können sich beim AI for Oceans Award bewerben, wenn sie darauf abzielen, die Situation der Meere mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz zu verbessern. Die Gewinner:innen erhalten nicht nur ein Preisgeld von 10.000 Euro, sondern auch eine Kampagne auf LinkedIn sowie die Möglichkeit, ihre Ideen vor Expert:innen aus den Bereichen Meereswissenschaft, KI und Finanzen zu präsentieren.

Interessierte Teams können ab sofort ihre Bewerbung für den AI for the Oceans Award einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am 19. Juni 2024. Alle erforderlichen Informationen sowie das Bewerbungsformular finden die Interessent:innen auf der Website von AI.Hamburg.

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Wer steht hinter dem Projekt?

Der AI for Oceans Award wird von einem interdisziplinären Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und NGOs veranstaltet. Initiator ist die Deutsche Ozeanstiftung. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Beziehung zwischen Mensch und Meer zu verbessern, um die Gesundheit der Oceane und damit auch das Wohlergehen zukünftiger Generationen zu sichern. Als Partner ist zudem die Organisation AI.HAMBURG an Bord. Diese setzt sich für die breite Anwendung künstlicher Intelligenz ein und fördert zudem den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Gesellschaft.

Als Plattform für den AI for Oceans Award dient die SMM, die weltweit führende Messe und Konferenz für die maritime Industrie. In diesem Jahr wird sie vom 3. bis 6. September in der Messe Hamburg rund 40.000 Teilnehmer:innen aus über 120 Ländern zusammenbringen und eine Bühne für den Austausch bieten. Zudem ist mit dem Forum Oceano die Dachorganisation des portugiesischen Meeres-Clusters mit dabei. Das Forum Oceano organisiert unter anderem den Ocean AI Summit des Portugal Blue Digital Hub Ende September in Lissabon, wo die drei Finalisten des AI for Oceans Awards die Möglichkeit haben werden, ihre Ideen zu pitchen.

Die Jury des AI for the Oceans Awards

Die Jury des neuen Sustainability-Awards bestehend aus 14 renommierten Expert:innen aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Meereswissenschaft sowie Finanzen. Zu den Juror:innen gehören unter anderem:

  • Charles Goddart, Redaktionsleiter „The Economist Group“
  • Fabien Cousteau, Gründer der Proteus Ocean Group
  • Vincent Pieribone, Professor der Yale School of Medicine und Gründer von OceanX
  • Petra Vorsteher, Gründerin AI.GROUP, AI.FUND und AI.HAMBURG

Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung werden diese Expert:innen die eingereichten Projekte bewerten, den Bewerber:innen wertvolles Feedback geben und die besten Start-ups und Initiativen auswählen.

Künstliche Intelligenz als Schlüssel zum Ozeanschutz

Warum steht gerade die Anwendung von künstlicher Intelligenz beim AI for the Oceans Award im Fokus? Die Antwort liegt in den zahlreiche Möglichkeiten, die KI bietet, um die Ozeane besser zu verstehen, zu überwachen und zu schützen. Einige Beispiele dafür sind:

  • Gezielte Vorhersagen: Mithilfe von KI-Algorithmen können riesige Datenmengen aus verschiedenen Quellen wie Satelliten, Sensoren und Beobachtungen analysiert werden. Auf dieser Grundlage lassen sich Muster und Trends erkennen, die zum Beispiel für die Vorhersage von Veränderungen bei Wetter oder Meeresströmungen genutzt werden können.
  • Automatisierte Überwachung: KI-Systeme können eingesetzt werden, um havarierte Schiffe oder auch Müllteppiche auf Bildern oder Videoaufnahmen automatisch zu erkennen. Dies ermöglicht eine schnellere und effizientere Umsetzung von Schutzmaßnahmen.
  • Verbessertes Ressourcenmanagement: Durch die Analyse von Daten zu Fischbeständen, Meeresströmungen und anderen Faktoren können KI-Modelle dabei helfen, die nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen zu optimieren und Überfischung zu vermeiden.

Diese Beispiele verdeutlichen das enorme Potenzial von KI für den Schutz der Ozeane. Der AI for the Oceans Award soll dazu beitragen, diese Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und weiterzuentwickeln.

Fazit: Ein wichtiger Schritt für die Rettung der Meere

Mit dem AI for the Oceans Award setzen die Initiatoren einen wichtigen Meilenstein für den Schutz der Meere. Durch die Förderung progressiver Technologien, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Zusammenarbeit von Expert:innen aus verschiedenen Disziplinen kann der AI for the Oceans Award es schaffen, neue Prozesse anzustoßen und einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung und Bewahrung der lebenswichtigen Ökosysteme der Meere zu leisten.

Der AI for the Oceans Award kann dazu beitragen, das Bewusstsein für die Bedeutung der Ozeane zu schärfen und konkrete Schritte zur Verbesserung der aktuellen Situation einzuleiten. Denn nur durch gemeinsame Anstrengungen und innovative Lösungen können wir eine nachhaltige Zukunft für Menschen und Meere in den kommenden Jahren schaffen.

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