Weltwirtschaftsforum 2024: Klima, Krieg und KI im Fokus

Das Weltwirtschaftforum in Davos strebt eine Wiederherstellung des Vertrauens an und diskutiert Lösungsansätze für drängende globale Probleme

Weltwirtschaftsforum 2024_Jane Goodall
Source & Copyright by World Economic Forum - Flickr (Jane Goodall in Meeting 2024)

Autor: Haus von Eden

    • Die Klimakrise gilt als eines der größten Risiken, und das WEF beabsichtigt Maßnahmen gegen den Klimawandel zu diskutieren. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit bei globalen Themen als verbesserungswürdig betrachtet.
    • Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz, insbesondere die Bedrohung durch Chat GPT, sowie die Diskussion über die globale Kriegssituation stehen auf der Agenda.
    • Allgemeine Themen wie steigende Lebenserhaltungskosten, Arbeitsplatzschaffung und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie werden ebenfalls auf dem Forum diskutiert, wobei die Frage nach der benötigten Führung im Mittelpunkt steht.

Vom 15. bis zum 19. Januar 2024 findet das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Schweiz, statt. Für das Treffen der globalen Wirtschafts- und Politik-Elite werden bis zu 2800 Geschäftsleute, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen aus 120 Ländern erwartet, darunter 60 Staats- und Regierungschefs. Die 54. Ausgabe des Weltwirtschaftsforums steht unter dem Leitthema „Vertrauen wiederherstellen“ und befasst sich mit der Klimakriese, Kriegen sowie Künstlicher Intelligenz.

Die gemeinsame Bekämpfung des Klimawandels

Der Klimawandel gilt als eines der größten Risiken für die Menschheit, insbesondere auf langfristige Sicht. Der Global Risk Report 2023 stufte die Klimakriese als die bedeutendste Gefahr für die nächsten 10 Jahre ein. Das Jahr 2023 wurde zudem als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Klimawandels. Aber auch auf das Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 1,5°C. Auf dem Weltwirtschaftsforum wird über Maßnahmen zur Dekarbonisierung, geopolitische Abhängigkeiten bezüglich Energien sowie die Bedrohung der Gesundheitssysteme durch den Klimawandel diskutiert.

Vorbeugende Maßnahmen und Strategien sind erforderlich, um Konsequenzen wie extreme Wetterereignisse, Verlust der biologischen Vielfalt, kritische Veränderungen der Erdsysteme, Zusammenbruch von Ökosystemen und Verknappung natürlicher Ressourcen zu bewältigen. Auf dem Weltwirtschaftsforum sollten die Regierungen konkrete Pläne zur Entwicklung von Maßnahmen im Natur- und Klimaschutz sowie zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität ausarbeiten. Jedoch lässt eine globale Zusammenarbeit bei Themen wie diesem häufig zu wünschen übrig. Wenn man sich diesmal auf einen gemeinsamen Weg einigt, stellt sich als nächstes die Frage, wie man diese Maßnahmen finanzieren soll. Es bleibt also noch zu diskutieren, in welchem Umfang die Länder private und öffentliche Quellen für den Klimaschutz einsetzen sollen.

Krieg und KI als globale Herausforderungen

Zusätzlich zum Klimawandel werden auf dem Weltwirtschaftsforum Themen wie die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) und globale Kriegssituationen diskutiert.

Der technologische Fortschritt von KI entpuppte sich in den vergangenen Monaten als eine wachsende Bedrohung. Die generative künstliche Intelligenz, insbesondere Chat GPT, hat sich rasch zu einem influentialen Instrument auf globaler Ebene entwickelt. Gründer von ChatGPT, Sam Altman, wird an einer Podiumsdiskussion über die Herausforderungen von KI teilnehmen.

Auch die globale Kriegssituation gilt als großes Thema. Die anhaltenden Konflikte wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Konflikt zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel werden behandelt. Mit dem Ziel, Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention zu entwickeln.

Allgemeine Themen auf dem Weltwirtschaftsforum

Zusätzlich zu den Hauptthemen werden auf dem Forum außerdem Themen wie die steigenden Lebenserhaltungskosten, Arbeitsplatzschaffung, bilaterale Beziehungen der Schweiz und EU sowie die Weltwirtschaftslage diskutiert. Lösungsansätze für politische Risiken, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und wachsende Schulden stehen ebenfalls im Fokus.

Im Mittelpunkt aller zu diskutierenden Themen wird außerdem die Frage stehen: Welche Art von Führung wird für dieses Problem gebraucht und wer wird diese Position einnehmen? Um globale Maßnahmen zur Lösung eines Problems anzugehen, ist es relevant, in allen Arbeitsbereichen und Verfahren eine Antwort auf diese Frage zu formulieren.

Hochkarätige Persönlichkeiten in Davos

Auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum werden eine Menge prominenter Persönlichkeiten erwartet. Neben der Schweizer Bundespräsidentin Viola Amherd und der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird unter anderem auch der chinesische Ministerpräsident Li Qiang erwartet. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski und der israelische Präsident Jitzchak Herzog werden zusätzlich anwesend sein und Vorträge halten. Aufgrund der Kriege in ihren Ländern sind zusätzlich zu Polizeikräften noch weitere 5000 Armeeangehörige in Davos im Einsatz.

Weltwirtschaftsforum mit dem Ziel: „Vertrauen wiederherstellen“

Unter Berücksichtigung des Hintergrunds der genannten Themen sowie zur Förderung des kollektiven Handelns ist der Aufbau von Vertrauen auf drei Ebenen entscheidend: In die gemeinsame Zukunft, innerhalb der Gesellschaften und zwischen den Nationen. Die Erfüllung dieses Ziels beim Weltwirtschaftsforum bleibt abzuwarten und lässt sich nicht vorhersagen.

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