Recycling & Upcycling: Wie es geht und was Sie dafür tun können

Plastik zu recyceln ist wichtig in der Industrie als auch im Privathaushalt. Immer mehr Menschen wollen sogar plastikfrei leben. Die Facetten des Recycling und was Marken daraus machen.

Recycling, Upcycling

Der Plastik im Ozean ist das allgegenwärtige Gesicht der Umweltverschmutzung. Vielen wird dadurch verbildlicht, wie leichtfertig wir mit den Abfällen unseres Lebens umgehen. Das Bedürfnis, seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck zu minimieren wächst stetig. Viele möchten sogar Zero Waste und plastikfrei leben. Abfälle zu reduzieren und Produkten durch Recycling oder Upcycling ein neues Leben zu schenken, wird mehr und mehr Teil der Lebensaufgabe. Auch Unternehmen nehmen sich vermehrt dieser Aufgabe  an. Dabei ist das Recyceln von Plastik nur eine von vielen Möglichkeiten.

In der Abfallhierarchie steht an erster Stelle immer die Vermeidung von Abfällen. Erst dann folgen Wiederverwendung, Recycling, Verwertung und am Ende die Abfallbeseitigung. Es gibt mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die diesen Prozess unterstützen und durch unterschiedliche Angebote, ihren Kunden den bewussten Umgang mit Plastik und anderen Stoffen nahebringen. 

Wie geht Recycling

  1. Wiederverwendung
  2. Wiederverwertung/Recycling
  3. Downcycling
  4. Upcycling

1. Wiederverwendung

Viele Produkte werden entsorgt, obwohl sie eigentlich noch gebrauchstüchtig sind. Der erste Schritt der nachhaltigen Nutzung ist die Wiederverwendung. Dazu gehört auch eine längere Nutzungsdauer von Produkten. Wer sich Kaufentscheidungen gut überlegt und auf Qualität setzt, wird auch langfristig mehr Freude daran haben. Dies gilt für Kleidung, Wohn-Accessoires, aber auch technische Geräte. Modezyklen einfach mal aussetzen. Falls doch etwas entsorgt werden soll, dann zunächst darüber nachdenken ob es gespendet oder in Second-Hand-Läden gebraucht werden könnte.

2. Wiederverwertung/Recycling

Wenn Produkte wirklich nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt werden können, gelten sie offiziell als Abfall. Das ist die Grundlage für die Definition des Recycling-Begriffs. Dem deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz nach, ist Recycling „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden“. Wie gut ein Stoff recycelt werden kann, hängt von seiner Sortenreinheit ab. Da heißt ob es für Upcycling oder Downcycling in Frage kommt.

3. Downcycling

Viele Materialien verlieren ihre positiven Eigenschaften beim Recyclingprozess und können nur in Kombination mit Primärmaterial noch sinnvoll verwendet werden. Die Qualität sinkt im Vergleich zum Ursprungsprodukt. In diesem Fall spricht man von Downcycling. Dies gilt vor allem für Plastik und Papier. Recyceltes Papier erkennt man daher oftmals an der rauen Struktur und dunklen Farbe.

4. Upcycling

Einige Verwertungsverfahren können den Wert eines Produktes jedoch auch steigern. Es entstehen häufig Unikate, die dem Ursprungsrohstoff eine völlig neue Funktion geben. Dann spricht man von Upcycling. Beispiel dafür sind zahlreiche Eco Mode-Designs die aus regenerierten Stoffen entstehen.

Bekannte Marken fördern Recycling aktiv

Für den Endverbraucher wird es immer leichter, seinen ausgedienten Produkten einen verantwortungsvollen Platz zu geben. Denn viele Markenhersteller nehmen ihre Modeartikel oder Plastikverpackungen zurück, um sie wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Kosmetikhersteller wie Lush, Kiehl’s oder MAC belohnen ihre Kunden sogar für zurückgebrachte Plastikbehälter.

Modeunternehmen spezialisieren sich zusehends auf innovative Materialien aus recycelten Rohstoffen. Beispiele sind Econyl® oder Tencel. Patagonia, Stella McCartney, Nike, Adidas, Gucci oder Ecoalf sind nur einige Unternehmen, die Recycling in ihr Markenversprechen aufgenommen haben. Bekanntestes Beispiel ist wohl der Parley Schuh von Adidas, der aus Plastik aus dem Ozean hergestellt wird.

Recycling als Lebenseinstellung

Abfall zu reduzieren und bewusst zu entsorgen ist eine der besten Möglichkeiten, im eigenen Haushalt im Sinne der Umwelt aktiv zu werden. Gleichzeitig wirkt es auch befreiend, sich selbst dem Müllwahnsinn zu entziehen und Waren bewusst zu konsumieren. Positive Nebeneffekte sind häufig mehr Ordnung und weniger Ausgaben. Es gibt schon jetzt zahlreiche kreative Ansätze, die Recycling und Upcycling nicht nur ermöglichen, sondern auch fördern. Und es werden immer mehr.

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