Natürliches Haarefärbemittel: Die bessere Wahl für Planet & Beauty

Haarefärben ohne chemische Belastung? Kein Problem: Natürliches Haarfärbemittel vereint bewusste Schönheitspflege mit Umwelt- und Tierschutz 

Natürliches Haarfärbemittel

Autor: Sarah Marie Lau

Wer sich für ein natürliches Haarfärbemittel entscheidet, kann sich guten Gewissens über glänzend-schönes Haar freuen. Über den Beauty Aspekt hinaus gibt es allerdings noch einen Extra-Pluspunkt: Gesundheitliche Vorteile. Im Gegensatz zu konventionellen Pflegeprodukten schaden natürliche Haarfärbemittel nämlich weder der Umwelt und ihrer Tiere, noch dem eigenen Körper.

Zeit etwas über natürliches Haarfärbemittel zu lernen und umzusteigen!

Was ist natürliches Haarfärbemittel?

Wie so oft, versteckt sich auch hinter diesem Clean Beauty Trend eine lange Tradition, die lediglich wieder entdeckt werden musste. Allgemein steht natürliches Haarfärbemittel nämlich für natürliche Ingredienzen, also pflanzlichen Zutaten, die sich dazu eignen die Haare zu färben. Und da diese Technik schon vor circa 4.000 Jahren angewandt wurde, ist es wirklich an der Zeit, dass die organischen Färbemittel eine Renaissance erleben - insbesondere, weil sie aufgrund ihres natürlichen Ursprungs Nachhaltigkeit in der Haarpflege ermöglichen und so den Zeitgeist reflektieren.

Pflanzliche Zutaten umfassen Henna, Walnuss, Kastanie, Indigo, Rote Beete, Brennnessel oder Kamillen- sowie Schwarztee. Diese lassen sich entweder selbst anrühren oder als vorformulierte Produkte kaufen. Dabei gibt es allerdings auch Unterschiede zwischen Cremes und Pulvern - diese müssen mit Wasser, Öl oder anderen Liquids angereichert werden. Unabhängig von der Machart oder Form des Produktes, funktionieren sie jedoch alle gleich. Anstatt den Haaren die natürlichen Pigmente zu entziehen, fügen sie ihnen mehr Pigmente hinzu. Und sind somit vergleichbar mit Tönungen.

Warum ist konventionelle Haarfarbe nicht gut für Body & Planet?

Oft lässt sich konventionelle Haarfarbe schon am charakteristischen Geruch von Wasserstoffperoxid oder Ammoniak erkennen. Das führt nicht nur zur unmittelbaren Irritation der Augen oder Nase, sondern auch zu langfristigen Schäden der Haut, Haare sowie der allgemeinen Gesundheit. Besonders akut wird die Belastung der Haare und Kopfhaut bei regelmäßiger Anwendung, da sie austrocknen. Der Grund dafür ist, dass konventionelle Farben dem Haar die natürlichen Pigmente entziehen, sodass die chemischen Pigmente eindringen können. Nebeneffekt: Trockenheit führt nicht nur zu Juckreiz und anderen Irritationen, sondern auch zu sprödem sowie glanzlosem Haar - No-Win-Situation in Sachen Nachhaltigkeit und Schönheit.

Doch nicht nur Trockenheit, sondern auch die Belastung durch Chemikalien stellt einen wichtigen Kontrapunkt gegen konventionelles Haarfärbemittel dar. Aus ökologischer Sicht tragen chemische Mittel dazu bei, dass giftige Stoffe wie Mikroplastik über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen und sich so negativ auf das gesamte Ökosystem auswirken. Aus gesundheitlichen Perspektive stellen Chemikalien demgegenüber die Gefahr dar, dass sie sich dauerhaft im Körper ablagern und so zu ernsten Stoffwechselerkrankungen führen können. Ein Grund, wieso beispielsweise Schwangeren vom Färben der Haare abgeraten wird. Wer sich für natürliches Haarfärbemittel entscheidet, muss allerdings nicht verzichten. Sind die Mittel frei von Paraffinen, PEG Weichmachern und Silikonen, so können sich auch "Risikogruppen" bedenkenlos die Haare färben.

Welche Vorteile hat natürliches Haarfärbemittel

  • Schont das Haar und beugt Trockenheit sowie Brüchigkeit vor
  • Pflegt Haar und Kopfhaut sanft, ohne Irritationen hervorzurufen
  • Zero Tolerance für Chemikalien
  • Zero Tolerance für Tierversuche (Relevante Siegel: "NaTrue" und "BDIH")
  • Schützt die Gesundheit von Natur, Tieren und Menschen
  • Verhindert die Verunreinigung des Wasserkreislaufes
  • Natürliche Wertschöpfung
  • Verwendung erneuerbarer Ressourcen

Worauf sollte man beim Kauf & bei der Verwendung von natürlichem Haarfärbemittel achten?

In erster Linie ist es wichtig, auf die Ingredienzen zu achten. Nur natürliche Pflanzenextra wie Henna, Kamille oder Tee kommen in Frage - chemische Stoffe wie Paraffine oder Silikone machen jedes Produkt zu einem Tabu. Und auch synthetische Duft- sowie Farbstoffe haben in natürlichem Haarfärbemittel nichts zu suchen. Wer einen holistischen Ansatz verfolgt, sollte auch auf die Wertschöpfung der Rohstoffe sowie auf die Verpackungsmaterialien achten. Dabei können Siegel wie das Bio-Siegel, PETA-Approved Vegan oder Fair Trade Orientierung geben.

Auch wichtig: Die Farbwirkung. Aufgrund der Freiheit von Chemikalien wirken natürliche Mittel nämlich weniger aggressiv, was die Farbwirkung beeinträchtigen könnte. Um die tatsächliche Farbwirkung zu testen, führt also nichts an einem Strähnchen-Test vorbei. Dafür einfach eine unauffällige Strähne nehmen oder abtrennen und das Färbemittel anwenden. Danach kann die Zeit entweder nach Produktvorgabe oder nach eigener Präferenz - längere Wirkzeiten intensivieren das Farbergebnis - getimt werden. So lässt sich herausfinden, wie die Farbe auf den eigenen Haaren wirkt. Auch, wenn dieser Prozess vielleicht aufwendiger als das Färben mit konventionellen Produkten ist, überwiegen der nachhaltige sowie der gesundheitliche Aspekt allemal.

Top 3 Tipps zum natürlichen Färben der Haare

Wer sich die Haare mit natürlichen Mitteln färben möchte, muss wissen, dass sich die pflanzlichen Produkte verschieden auf unterschiedliche Haarfarben auswirken. Deshalb kommt hier der Easy-Color-Guide mit den Top 3 Tipps zum organischen Haarfärben.

1. Henna wirkt sich verschieden auf helle und dunkle Haare aus

Als wohl bekanntestes pflanzliches Haarprodukt, verspricht Henna blonden Menschen einen frischen Rotstich. Das gilt allerdings nicht ganz für dunkle Haarfarben. Auch, wenn Henna dunklen Haaren einen roten Schimmer verleihen kann, verwandelt es sich bei dunkelbraunen Haaren nämlich in ein kräftiges Schwarz.

Achtung: Graue Haare bleiben dabei grundsätzlich heller als Haare, die noch eigene Pigmente haben.

2. Kamille und Zitrone hellen die Haare auf

Hellblondes bis blondes Haar kann durch Kamille oder Zitrone natürlich aufgehellt werden. Braune Haare auch - aber nicht in diesem Maße. Hier sorgen die Aufheller eher für einen frischen Touch sowie einige aufgehellte Strähnchen. Ein richtiges Blond-Erlebnis bleibt allerdings aus. Das liegt daran, dass die eigenen Pigmente eben nicht wie beim Bleaching entfernt werden, sondern die eigenen Pigmente aufgehellt werden.

3. Wallnuss, Kastanie und Schwarztee dunkeln die Haare ab

Im Gegensatz zum Aufhellen, funktioniert Abdunkeln eigentlich bei jeder Haarfarbe. Allerdings sind es tiefe Brauntöne, die dadurch eine besonders intensive Farbwirkung gewinnen. Demgegenüber können helle oder auch graue Haare durch das Abdunkeln einen gepflegten Strähnchenlook entfalten.

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