Globale Erwärmung und zukünftige Zielwerte

Klimabedingte Risiken hängen von der Geschwindigkeit der zukünftigen Erwärmung ab. Ein Anstieg auf 2,0 Grad führt laut IPCC zu erheblichen Veränderungen.

Erderwärmung, Klimawandel
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Menschliche Aktivitäten haben bisher eine globale Erwärmung von 1,0 Grad, gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung, verursacht. Falls diese Entwicklung weiter anhält, kann die globale Erwärmung in 2030 1,5 Grad erreichen. Ein Anstieg auf 2,0 Grad könnte verheerende Auswirkungen haben.

Die Folgen der globalen Erwärmung für natürliche und menschliche Systeme konnten bis heute deutlich beobachtet werden. Viele Land‐ und Meeresökosysteme haben sich aufgrund der globalen Erwärmung verändert. Hitzeextreme, Starkniederschläge und Dürre sind die spürbaren Konsequenzen. In küstennahen Gebieten drohen zudem Versalzung und Überschwemmung.

Zukünftige klimabedingte Risiken hängen von der Geschwindigkeit der Erwärmung ab

Ein Anstieg der globalen Erwärmung auf 2,0 Grad, würde weitreichende Folgen nach sich ziehen. Insbesondere der Anstieg des Meeresspiegels und die Gletscherschmelze, würden Umwelt und Mensch einem gefährlichen Klimawandel aussetzen. Die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen erfordert rasche Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, erklärte der Weltklimarat IPCC in seinem „Sonderbericht zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad”.

Es gehe um eine drastische Reduktion der Emissionen in den Bereichen Energie, Industrie, Gebäude, Transport in den Städten und auf dem Land. Wie weit der Weg zu null Emissionen ist, zeigt eine Zahl aus dem World Energy Outlook von BP: Die Menschheit stößt aktuell jährlich rund 33 Milliarden Tonnen Treibhausgase aus. 66% davon werden allein durch sechs Nationen verursacht, dazu gehört auch Deutschland.

CO2-Emissionen im internationalen Vergleich

Quelle: BP Statistical Review of World Energy, CO2-Emissionen in Mio. Tonnen

Um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssten bis zum Jahr 2030 die Emissionen im Vergleich zum Jahr 2010 um 45 Prozent gesenkt werden - und spätestens bis zum Jahr 2050 müsse der Kohlendioxidausstoß klimaneutral sein.

Dies könne beispielsweise durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien oder der Aufforstung von Wäldern erreicht werden. Die technischen Mittel seien gegeben, es fehle lediglich am Ehrgeiz, so Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltwetter-Organisation.

Die folgende Grafik aus dem BP Energy Outlook zeigt die Ursachen für die Treibhausgase deutlich. Energieverbrauch, wachsende Bevölkerung und Wohlstand führen unter derzeitigen Bedingungen bis 2040 zu weiter ansteigenden Kohlendioxid-Werten. Eine Reduktion um 40% oder mehr kann primär durch einen CO2-reduzierten Energieverbrauch, sowie Effizienzsteigerung im Industrie- und Transportsektor erreicht werden. Vor allem also durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien sowie einer kohlenstoffarmen Produktion und Infrastruktur.

Haupt-Treiber für CO2-Emissionen

Erforderliche Maßnahmen für eine Reduktion der Emissionen um 40% bis 2040

Globale Erwärmung, CO2-Emissionen, Klimawandel, Klimaschutz

Quelle: BP World Energy Outlook Carbon Emissions beyond 2040, Szenario ET (ohne Maßnahmen) vs. RT (mit Maßnahmen), CO2-Emissionen in Gt

Klimawandelfolgen und ‐Reaktionen sind eng mit nachhaltiger Entwicklung verbunden, die das gesellschaftliche Wohl, wirtschaftlichen Wohlstand und Umweltschutz miteinander in Einklang bringt.

Politik, Menschen und Wirtschaft sind gleichermaßen gefragt. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Agenda 2030, United Nations Sustainable Development Goals, SDGs) bieten einen anerkannten Rahmen zur Bewertung der Verknüpfungen, zu denen die Armutsbeseitigung, die Verringerung von Ungleichheiten und der Klimaschutz gehören. Dadurch können viele positive Synergien geschaffen werden.

Doch auch jeder Einzelne ist gefragt und kann dazu beitragen den Klimawandel zu verlangsamen. Allein im Alltag gibt es unzählige Möglichkeiten mit kleinen Dingen zu beginnen, um unseren Planeten zu erhalten. Lesen sie hierzu unsere Infographik mit den 5 ultimativen Tipps für den Klimaschutz.

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