Recap – Die Green Voices Conference 2022

Für alle, die sich der Nachhaltigkeit verschreiben - gemeinsam für eine Arbeitswelt ohne Burnout für Mensch und Natur

Green Voices 2022
Copyright: Rat für nachhaltige Wirtschaft

Autor: Sidney

Das Thema der Nachhaltigkeit ist relevanter denn je. Wir können die Ökosysteme unserer Erde nicht erhalten, wenn wir so weitermachen wie bisher, daher müssen wir nachhaltigen Alternativen mehr Beachtung schenken. Denn eine nachhaltige Wirtschaft gibt es schon. Treibhausgase steigen und ob das Klimaziel “1,5 Grad” erreicht werden kann ist umstritten.

Mit dem Grundsatz “Die Transformation fängt jetzt an” startete die Green Voices Conference 2022, welche am 02. und 03. Juni in Berlin stattfand. Ein Zusammenkommen für alle, die sich der Nachhaltigkeit verschreiben. Mehr als 30 Referent*innen von herausragenden Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen waren eingeladen, um Themen wie saubere Energie, faire Finanzen, nachhaltige Textilien, psychische Gesundheit und New Work zu diskutieren. Von Kommunikation, über Finanzen, bis hin zu Politik: Unter den Speaker*innen befanden sich unter anderem Mimi Sewalski vom Avocado Store, Jaron Pazi von Treedom und UNESCO Award Winner Domitila Barros.

Initiator der Konferenz ist der Rat für nachhaltige Wirtschaft - ein Netzwerk, dass von Nike Wessel und Katharina Agena gegründet wurde. Nike Wessel ist Geschäftsführerin der werteorientierten Kommunikationsagentur Studio36 für Podcast und Film. Katharina Agena ist Geographin. Mit ihrem Schwerpunkt auf Human- und Naturwissenschaft steht sie direkt an der Schnittstelle zwischen Mensch & Natur. Ihr gemeinsames Ziel ist es ein Netzwerk aus Gleichgesinnten zu schaffen und sich für eine Arbeitswelt einzusetzen, die schonend ist mit der Natur aber auch mit dem Menschen.

Die Themen der Green Voices Conference 2022

Auf der Konferenz wurde hauptsächlich über Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung diskutiert und vor allem darüber, wie es in Zeiten der ständigen Krise weitergeht. Das Besondre der Green Voices Conference ist es, dass die Best Practices des nachhaltigen Wirtschaftens in Deutschland ihre ganz persönlichen Geschichten vorstellen. Wo klappt es noch nicht so mit der Nachhaltigkeit? Was sind Veränderungen, die sich im Außen sehen wollen und was sind interne, innere Veränderungen, die das Unternehmen braucht? Aber auch darüber, wie man richtig kommuniziert sowie neue Trends und Tools richtig anwendet, wurde besprochen. Dafür wurden kreative und innovative Lösungen vorgestellt.

Was muss also passieren, damit wir den Umschwung schaffen? Hauptsächlich sind politische Regularien entscheidend, aber auch eine allgemeine Verhaltensänderung aller. Das heißt Unternehmen müssen ihre gewohnten Abläufe ändern und dies am besten so transparent wie möglich. Was kann aber auch ein einzelnes Individuum erreichen? Schließlich sind auch die kleinen Dinge ausschlaggebend.

Hier heißt es: Das Sustainable Konto durch kleine Umstellungen ausgleichen, zum Beispiel beim Heizen, Essen oder bei der Mobilität.

“Freiheit, Frieden, Klimaschutz: nur mit radikaler Postfossilität” - Dr. Felix Ekardt 

Alle senden, keiner empfängt - Warum Social Media am Ende ist

Was hat aber die Kommunikation mit Nachhaltigkeit zu tun?

1. Sehr konkret: Umweltbilanz - die digitale Technik wie z.B. Video-Streaming war 2018 für mehr als 300 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich

2. Sehr real: Von der verschwendeten Lebenszeit - wie oft schaut man täglich auf das Smartphone und wie oft war es nötig?

3. Sehr bewusst: Warum kommunizieren wir und mit wie vielen?

Um also die vielen nachhaltigen Themen so zu kommunizieren, dass die Mehrheit diese auch aufnimmt, muss Awareness geschaffen werden. Mit dem richtigen Format, an richtiger Stelle. Schnelles Wachstum ist keine nachhaltige Lösung, sondern vielmehr natürliches Wachsen, zum Beispiel als Impact-getriebene Unternehmung, das heißt der Zweck steht am Anfang und ist Leitbild der täglichen Geschäftsentscheidungen und Kommunikation.

Aber auch der Outer und Inner Change wurden auf der Green Voices Conference diskutiert, unter anderem das Thema Diversity. Was ist das? Vielfalt. Dabei ging es um "Managing Diversity", also die Vermeidung bzw. der Abbau von Benachteiligung. Aber auch "Diversity Management", der aktiven Gestaltung von Unterschieden zur Erreichung konkreter Ziele.

The Generation Forest zeigte zudem, wie man Ökologie mit Ökonomie verbinden kann, um einen echten Systemwandel zu schaffen – beginnend im Land der Aufforstung, hier Panama. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht Wald dauerhaft wiederherzustellen, in dem es ihm einen wirtschaftlichen Nutzen verleiht. Hierzu wurde das Generationenwald Prinzip entwickelt. Das heißt konkret: Drei Generationen Pflanzen damit ein Ökosystem entsteht. Die Auswirkung sind enorm – viele Arbeitsplätze wurden bereits geschaffen, bedrohte Arten wurden wieder gesichtet und ein Umdenken in der Community angestoßen.

Oberste Prämisse ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen und vorzumachen wie Nachhaltigkeit funktionieren kann und wie man bewusst mit Ressourcen umgeht.

“Wir brauchen nicht mehr Nachhaltigkeit, sondern einen Paradigmenwechsel” - Michael Braungart, Mitgründer Cradle to Cradle

Politik verändern gelingt nur gemeinsam

Wo gehen die Gelder hin und wie kann man sie aktiv anders verteilen? Dafür müssen Rahmenbedingungen politisch verändert werden. Wir leben derzeit in einem sich selbstausbremsenden System und hoffen, dass der Green New Deal alles verändert. Rahul Schwenk, Geschäftsleitung FMLH - Labor für Politik und Kommunikation, sagt kritisch: “Ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit lässt sich nur realisieren, wenn alle relevanten Akteure aus den unterschiedlichen Sektoren zusammenarbeiten und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Das heißt: Wissen teilen und Vertrauen schaffen. Aber auch neue Hierarchien bilden, in welche jede Stimme gleich viel zählt. Hierzu passend ist Europas größter Impact Hub in Berlin - ein Co-Working Space für soziale und nachhaltige Innovationen. Der Ansatz: Kooperationen sind der zentrale Weg, um Probleme zu lösen und Innovationen voranzubringen.

Zusammengefasst waren es zwei spannende Tage mit viel Austausch, interessante Themen und Menschen. Die teilnehmenden Unternehmen machen es vor und zeigen, wie Veränderung möglich ist. Vor allem aber müssen Gründerinnen und Gründer, aber auch Einzelunternehmen, ein Netzwerk schaffen und sich gegenseitig unterstützen.

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