Burnout Syndrom – 8 Anzeichen und was Sie dagegen tun können

Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst, erschöpft und ausgebrannt. Ist das in der heutigen Zeit die Normalität oder spricht man bereits von einem Burnout Syndrom?

Burnout Syndrom, Burnout Anzeichen

Laut einer aktuellen Studie der pronova BKK zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ fühlen sich 87% der Deutschen gestresst von der Arbeit. Jeder zweite klagt sogar über Schlafstörungen, Lustlosigkeit, innere Anspannung oder Rückenschmerzen. Das alles können Burnout Anzeichen sein. Man spricht hier auch vom Burnout Syndrom.

Als Hauptgrund für das Gefühl von „ausgebrannt sein“ gab über ein Drittel der Befragten den ständigen Termindruck an. Weitere 30% nannten emotionalen Stress oder aber auch Überstunden und schlechtes Arbeitsklima. Das verblüffende: Burnout Symptome weisen nicht nur die Menschen auf, die schon lange im Arbeitsleben stehen.

Insbesondere klagen auch schon Millenials, also die Generation Y, oft über Burnout Anzeichen. Tatsächlich haben gerade die Berufseinsteiger und unter 30-jährigen es heutzutage schwer: Befristete Arbeitsverträge, große Konkurrenz, ständige Erreichbarkeit, lange Arbeitszeiten und die damit einhergehende wenige freie Zeit für Freunde und sich selbst, macht diese Generation gefährdet für das Burnout Syndrom.

Was genau ist eigentlich ein Burnout Syndrom?

Laut der amerikanischen Sozialpsychologin Christina Maslach, die maßgeblich zur Erforschung des Burnout Syndroms beigetragen hat, sind es folgende Punkte, die ein Burnout charakterisieren:

  • Emotionale Erschöpfung: Die Person hat das Gefühl, von den Anforderungen des Berufes überfordert zu sein; sie fühlt sich dadurch leer und entmutigt.
  • Depersonalisierung (Entfremdung): Die Person hat eine distanzierte und zynische Haltung im Beruf. Die Menschen, die ihr im Beruf begegnen, werden damit zu Objekten.
  • Eingeschränkte Leistungsfähigkeit: Die Person hat das Gefühl, keine Erfolge mehr zu erzielen und keine Verantwortung mehr tragen zu können. Sie zweifelt somit auch am Sinn der Arbeit.

Das Modell nach Maslach wurde weiterentwickelt und den Kriterien physische und psychische Symptome hinzugefügt, so dass man daraus mehrere Anzeichen von Burnout ableiten kann.

Die 8 wichtigsten Burnout Anzeichen

  1. Permanente Müdigkeit: Ein eindeutiges Anzeichen von Burnout ist das Gefühl ständiger Müdigkeit und Energielosigkeit. Auch, wenn die Stundenanzahl der Schlafenszeit eigentlich ausreichend ist.
  2. Gesundheitliche Beschwerden: Dauernd krank sein, ein instabiles Immunsystem oder gar depressive Verstimmungen zählen auch zu untrüglichen Burnout Symptomen.
  3. Negativität: Gereizt, zynisch, schlecht gelaunt und pessimistisch sein, zählt ebenfalls dazu.
  4. Unzufriedenheit: Unzufrieden sein mit sich selbst und vor allem auch mit seiner eigenen Leistung.
  5. Motivationsverlust: Wo früher Tatendrang und Motivation auf anstehende Aufgaben war, steht plötzlich eine Lustlosigkeit und ein „Abarbeiten der Aufgaben“.
  6. Kognitive Schwierigkeiten: Geistig „nicht mehr ganz auf der Höhe sein“, wichtige Dinge vergessen oder Fehler machen, die sonst nie passieren würden.
  7. Leistungsrückgang: Wenn die eigene Performance plötzlich einbricht, obwohl diese sonst immer kontinuierlich auf einem hohen Level war.
  8. Sich selbst vernachlässigen: Nicht mehr auf sich selbst und seine Bedürfnisse hören, ungesund leben und sich und die Seele nicht mehr pflegen.

Was kann man gegen das Burnout Syndrom tun?

  1. Bei Burnout Anzeichen als erstes versuchen, die Work-life Balance wieder herzustellen. Also keine Überstunden machen, genug freie Zeit für sich selbst und Freunde einräumen.
  2. Genug schlafen und vor allem gut schlafen. Das heisst früh ins Bett, Handy aus und die Raumtemperatur eher kühler als wärmer regeln.
  3. Dinge tun, mit denen die eigenen Energien aufgeladen werden. Dies kann Sport sein, Wellness und Entspannung, Zeit mit einem Buch oder auch gute Gespräche mit Freunden und Zweisamkeit mit dem Partner.
  4. Öfter mal „Offline“ gehen. Das Handy auslassen, den Laptop zu Hause lassen und einfach die Zeit ohne ständige Erreichbarkeit genießen.
  5. Wer schon Burnout Symptome aufweist und dementsprechend nicht mehr klar und geradlinig denken kann, sollte versuchen, sich neu zu strukturieren. Zum Beispiel Listen machen, priorisieren und sich so einfach wieder besser organisieren.
  6. Bei starkem Burnout Syndrom und dem Gefühl, nicht genug Kraft zu haben, um wieder aus der Burnout Falle rauszukommen, die Hilfe eines Experten wie die eines Business Coachs oder Psychologen in Anspruch nehmen.

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