Beatriz Morales inszeniert mit „Where the Wild Things Grow“ nachhaltige Kunst

Die mexikanische Künstlerin Beatriz Morales zeigt ihre Ausstellung "Where the Wild Things Grow" - Eine Hommage an ihre Herkunft, die Natur und Handwerkskunst

Beatriz Morales
Source & Copyright by Circle Culture Gallery

Autor: Christopher

  • Beatriz Morales zeigt Ausstellung Where the Wild Things Grow vom 06. bis 16 Oktober in Hamburg
  • Die mexikanische Künstlerin legt ihren artistischen Fokus aus nachhaltige Rohstoffe: Agavefasern
  • Ihr multidisziplinäres Werk feiert Multinationalität, Identität und Natur

Die Circle Culture Gallery präsentiert die Textilarbeiten der mexikanischen Künstlerin Beatriz Morales erstmals in Hamburg. Vom 06. bis 16. Oktober werden ihre Werke im Rahmen der Ausstellung Where the Wild Things Grow in der Barlach Halle K der Hansestadt präsentiert. Genauer handelt es sich dabei um eine eindrucksvolle Rauminstallation und Leinwandarbeiten aus Morales' Serie Sounds I'll Never Hear.

Das Zusammenspiel aus textilien Komponenten und Malerei gilt als Signature Style der Künstlerin. Und auch Klangkunst, entstanden in Kooperation mit dem britischen Filmkomponisten Sion Trefor, ist Bestandteil der Ausstellung. Allerdings gibt es einen besonderen neuen Fokus: Die Neuinterpretation von einem der traditionellen Rohstoffe der Maya-Kultur, der Agavefaser. So beweist die Female Artist, dass die Natur nicht nur Inspiration, sondern auch Teil und Motor moderner Kunst sein kann.

Beatriz Morales: Kunst als Ausdruck von Identität und Natur

Beatriz Morales wurde 1981 in Mexiko-Stadt geboren und arbeitet mittlerweile sowohl in ihrer Heimat als auch in Berlin. Nach einer Reihe internationaler Ausstellungen, die ihre artistischen Kompetenzen in den Bereichen Malerei, Textilkunst-Installation und Videokunst bewiesen haben, wuchs das Interesse am Werk der autodidaktischen sowie multidisziplinären Künstlerin kontinuierlich.

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Source & Copyright by Circle Culture Gallery | Beatriz Morales: Sounds I'll Never Hear

Ein zentrales Thema ihrer Arbeiten: Die Frage nach Identität. Kein Wunder also, dass Morales, die libanesische Wurzeln hat, mit einem breiten Spektrum an Techniken arbeitet und in ihrem gesamten Schaffen multinationale Vielschichtigkeit ausleuchtet. Ihre eigene Identitätssuche manifestiert sie zudem durch ein stetes Kontrastieren von urbanen und naturbezogenen Einflüssen.

Diese zwei Pole kontextualisieren sich gegenseitig: In Morales’ Ansatz ist die Natur nicht nur Quelle von Rohstoffen und Pigmenten, sondern wird als natürlicher Lebensraum der Werke verstanden. Ihre Kunstwerke fügen sich, obwohl abstrahiert, nahtlos in das Umfeld ein, das ihre Entstehung inspiriert hat. Kunst und Natur reflektieren und ergänzen einander gegenseitig, die Trennlinien zwischen natürlich-organischer Präsenz und abstrakter Komposition lösen sich auf.

Eine Hommage an natürliche Rohstoffe und lokale Handwerkskunst

Für ihre Textilinstallation Where the Wild Things Grow verwendet Morales Fasern der Agave. Ein Rohstoff, der seit tausend von Jahren in Mexiko benutzt wird - beziehungsweise wurde, bis er im Zuge der industriellen Revolution von synthetischen Materialien abgelöst wurde. Heute erlebt die Pflanzenfaser dank der Neuinterpretation von Morales ein Revival.

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Source & Copyright by Circle Culture Gallery | Beatriz Morales

Ihre Kompositionen transportieren eine archaische Kraft, die wie farbige Kaskaden aus dreidimensionalen Pinselstrichen in den Ausstellungsraum bricht. Fiber Art mit Assoziationen an historisches Handwerk und lokale Traditionen trifft auf den kompositorischen Gestus des Abstrakten Expressionismus – um Symbiose und Spannungsfeld zugleich zu generieren.

Der Titel der Serie der Textilkunstwerke, Ts'ul, ist ein Wort der indigenen Maya aus Südmexiko. Dem Ursprungsort der Fasern. Übersetzt bedeutet er so viel wie "der/das/die Andere / Fremder / Ausländer". Und weist so klar auf das konzeptuelle Fundament der Künstlerin hin - auf ihre Auseinandersetzung mit den Eigenschaften sowie der Geschichte der verwendeten Rohstoffe und ihre biographischen Reflexion.

International beachtet: Ausstellungen von Beatriz Morales

Vor der Ausstellung in Hamburg feierte Morales eine ausverkaufte Einzelausstellung in der Circle Culture Gallery Berlin. Allerdings zeigt die Künstlerin ihre Werke auch in internationalen Kunsthäusern. Darunter das Museo de la Cancillería Mexico City, das Museo Rufino Tamayo Mexico Cit und die Kunsthalle Dessau. Zudem sublimieren ihre Gemälde und Installationen private Sammlungen in Mexiko, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Kanada sowie den USA. Und auch die Medien beachten Morales: Ihre Werke wurden in zahlreichen Print- und Onlinepublikationen sowie der 2022 veröffentlichten Monografie “Color Archaeology” besprochen.

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