Alltagsgegenstände guten Gewissens mieten & vermieten? fainin macht es möglich

Sharing is Caring: Wie fainin funktioniert und welche Vorteile die Plattform in Sachen Nachhaltigkeit und Sicherheit bietet

Interview mit Maximilian Lehmann, Co-Founder & Chief Executive Officer von fainin

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Autor: Haus von Eden

fainin ist die Sharing Community zum sicheren Leihen und Verleihen von Alltagsgegenständen. Und zwar inklusive Versicherung, Verifizierung und Dokumentation, um durchweg positive Erfahrungen zu gewährleisten. Neben Sicherheit geht es allerdings um noch viel mehr: Demokratisierung, Inklusion und Nachhaltigkeit. Die Plattform macht verschiedenste Gegenstände - ob SUP-Board oder Bohrmaschine - nämlich für eine breite Community zugänglich. Diese kann die Items sowohl Mieten als auch Vermieten und profitiert somit von einem fairen Win-win-Modell. Das ganz nebenbei dazu beiträgt, bewussten Konsum zu fördern und Ressourcen dadurch zu schonen sowie Abfall zu minimieren.

Im Interview spricht Co-Founder Maximilian Lehmann über Chancen und Herausforderungen rund um Sharing Modelle, den innovativen Ansatz von fainin und die Kreislaufwirtschaft.

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#TeilenIstDasNeueHaben

Welches Problem adressiert Ihr mit fainin?

Die Notwendigkeit einer Plattform, die Teilen innerhalb einer Community ermöglicht, resultiert sowohl aus globalen als auch individuellen Problemen. Auf globaler Ebene äußert sich der steigende Konsum von Ressourcen durch den Klimawandel. Demgegenüber ist der individuelle Zugang zu hochwertigen Gegenständen recht exklusiv: Man muss von einem produzierenden Unternehmen kaufen oder bei einer Verleihfirma ausleihen. Mit der zunehmenden Inflation werden Privatpersonen dadurch immer mehr in eine einseitige Abhängigkeit gedrängt.

Dieser Tendenz soll Abhilfe geschaffen werden, indem fainin die Sharing Economy demokratisiert und jedem Menschen die Möglichkeit bietet, vom Megatrend zu profitieren. Unseren eigenen Umfragen zufolge (Stichprobe +1.000 Student:innen) kann sich unsere Zielgruppe das Teilen mit Privatpersonen nur mit zusätzlichen Vertrauen schaffenden Maßnahmen vorstellen (Campbell Mithun, 2021). Um das Teilen zwischen Fremden also so einfach und sicher wie unter Freund:innen zu machen, haben wir bei fainin ein einzigartiges Design-For-Trust integriert.

(Ver-)Leihen ist kein neues Geschäftsmodell - was macht Euren Erfolg aus?

fainin hat sich Plattform auf das vertrauenswürdige Vermieten und Mieten spezialisiert. Dafür haben wir unser Design-For-Trust: Bis zu 15.000 € versicherte Transaktionen, 100% mit Personalausweis verifizierte Mieter:innen, ein intuitives User Interface, automatisierte Mietverträge und durch verifizierte Profile ein nicht manipulierbares Bewertungssystem.

Hinzu kommt das "Closed Community Feature" für Universitäten, Institutionen und Unternehmen. Damit wollen wir eine Cluster-artige Ausbreitung schaffen, indem wir Nutzer:innen auf die Plattform holen, die in direktem Bezug zueinander stehen. Diese - ob Studierende, Mitarbeiter:innen oder Gemeinschaftsmitglieder - sind aufgrund ihres Bezugs eher dazu bereit, Mietgeschäfte einzugehen. Auch in exklusiveren Bereichen. Daraus resultieren positive Netzwerkeffekte, die teilnehmenden Verleihunternehmen ein attraktives Upselling-Potenzial bieten.

fainin ist einfach die sicherste Sharing Community, die derzeit die “Stuff-Sharing-Economy” in Deutschland etabliert. Alle Vertrauen schaffenden Maßnahmen werden selbstverständlich per Platform-as-a-Service in das Closed Community Feature integriert.

fainin motiviert nicht nur dazu, nachhaltig, sondern auch sozial zu handeln. Wie genau?

fainin fördert das Gefühl, Gutes in der Gesellschaft zu tun: Ein in der Entwicklung stehender Echtzeit CO2-Counter visualisiert den Impact unserer User und der fainin-Boomerang belohnt sie spielerisch. Diese Belohnungen können sie direkt für gute Zwecke einlösen oder optional auch ihre Mieteinnahmen spenden. Beides coming soon - erst der CO2-Counter und im Laufe des Jahres die Boomerangs.

Inwiefern unterscheidet sich fainin von anderen Sharing Konzepten und was ist dabei Eure größte Herausforderung?

Wir kreieren eine Win-win-Situation für unsere Community. Im Gegensatz zu klassischen B2C-Verleihunternehmen ermöglichen wir es Mieter:innen, auch selbst Geld zu verdienen. Studierende können zum Beispiel eine Musikanlage ausleihen, während sie ihre Kamera verleihen. Und so auf beiden Transaktionsseiten profitieren.

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Die Herausforderung: Das Henne-Ei-Problem von Plattformen zu lösen. Der Aufbau von flächendeckenden Mietangeboten kann nur mit gewerblichen Anbieter:innenn skaliert werden - obwohl unsere Vision anfangs war, das Angebot hauptsächlich durch private Nutzer:innen bereitzustellen. Leider haben wir bei einer Befragung von mehr als 3.000 Nutzer:innen herausgefunden, dass die Mehrheit der Privatleute lediglich ein minimales Interesse daran hat, Dinge zu vermieten.

Die Sharing Economy erlebt einen Boom im Luxussegment - Was bedeutet das für Konsumverhalten und Markt?

Die Sharing Economy schließt zwar die Luxusbranche, aber auch andere Bereiche wie Sport- & Elektronikartikel ein. Bei fainin werden vor allen Dingen hochwertige Tech-Artikel geteilt, die nicht unbedingt zum Luxussegment gehören. Das besondere an Sharing Modellen wie fainin ist, dass nicht nur Privatleute, sondern auch gewerbetreibende Unternehmer:innen profitieren. Da wir nicht nur Vertrauen-, sondern auch Effizienz schaffende Maßnahmen anbieten, ist unsere App für beide Parteien interessant.

Wie bewertest Du die Ambition, eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen?

Als Mitbegründer von fainin bewerte ich die Ambition, eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen, als absolut essentiell und wegweisend für die Zukunft. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Geschäftsmodelle und unsere Art zu konsumieren in Richtung eines nachhaltigen sowie ressourceneffizienten Ansatzes transformieren.

Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern, Abfall zu minimieren und nachhaltigen Konsum zu etablieren. Für fainin ist die Kreislaufwirtschaft nicht nur ein Ziel, sondern auch ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie sowie unseres Geschäftsmodell. Indem wir die Zusammenarbeit mit kommerziellen und privaten Vermieter:innen fördern, möchten wir sicherstellen, dass weniger Produkte ungenutzt herumliegen. So können wertvolle Ressourcen eingespart werden.

Die Ambition, eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen, ist nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern auch eine wirtschaftliche Chance. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, innovative Produkte und Dienstleistungen anzubieten sowie die Kundenbindung zu stärken.

Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Kreislaufwirtschaft der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft ist. Bei fainin sind wir stolz darauf, Vorreiter in dieser Bewegung zu sein und werden unser Bestes tun, um diese Vision zu verwirklichen. Genau wie Haus von Eden möchten wir eine positive Veränderung bewirken und eine Welt schaffen, in der Ressourcen geschont, Abfall minimiert und nachhaltiges Wirtschaften zur Norm wird.

Was können wir in Zukunft von fainin erwarten?

Zusammenarbeit mit Universitäten und Corporate Partnern, die den Platform-as-a-Service Ansatz integrieren. Mit diesen exklusiven Closed Communities sollen Sub Communities etabliert werden: Eine realistische Impact Quantifizierung und die Einsparung von mehr als 2.000 unnötig produzierten Tech-Artikeln.

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Vielen Dank für das Interview, lieber Max!

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