10 Tipps für ein nachhaltiges und sinnvolles Weihnachtsfest

Mit unseren Tipps für nachhaltige Weihnachten vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll und schaffen Raum für kleine Ruhepausen, um die Vorweihnachtszeit mit allen Sinnen zu genießen

nachhaltige Weihnachten
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Wir alle wünschen uns besinnliche Weihnachten, doch meist überrollt uns früher oder später der Weihnachtsstress. Dann werden Geschenke aus Zeitmangel online bestellt, Dekoration mit unnötiger Verpackung besorgt, die Zutaten für das Weihnachtsessen last minute im Supermarkt um die Ecke gekauft, weil es einfach schneller geht. Unachtsamkeit in der Vorweihnachtszeit sorgt nicht nur für hektische Stimmung, sondern belastet außerdem die Umwelt. Wir zeigen wie nachhaltige Weihnachten funktioniert.

10 Tipps für nachhaltige Weihnachten

1. Achtsame Weihnachts-Inventur

Ein gut durchdachter Weihnachtscountdown hilft bei der effektiven Planung und schützt zudem vor unüberlegten Last-Minute-Käufen. Planen Sie regelmäßig kleine Zeitinseln für die Vorbereitung ein. In dieser Zeit notieren Sie alle Aktivitäten, Geschenke und notwendigen Besorgungen für Deko und Essen rund ums Weihnachtsfest. 

2. Nachhaltiger Adventskalender 

Der Schokoadventskalender hat aufgrund seines Plastikinnenlebens ausgedient. Persönlicher und umweltfreundlicher sind wiederbefüllbare Kalender aus Stoff, Holz oder Pappe mit nachhaltiger Füllung: Gehen Sie mit offenen Augen durch den Biomarkt und über Wochenmärkte. Hier finden Sie kleine Bio- sowie Fair-Trade Produkte für die 24 Tage der Adventszeit. Außerdem können Sie den Kalender mit Gutscheinen für gemeinsame Aktivitäten und motivierenden Sprüchen befüllen. 

3. Weihnachtsbaum Alternative

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland jährlich verkauft. 90 % davon stammen aus Anbau in Deutschland, meist aus Weihnachtsbaumkulturen. In konventionellen Plantagen werden für schnelles Wachstum und gegen Insektenbefall häufig Pestizide und Düngemittel eingesetzt, die Umwelt und  Tiere schädigen. Im Ausland sind Baumarbeiter sogar häufig lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt.

Für alternative Weihnachtsbäume mit gutem Gewissen, achten Sie auf Anbieter von FSC- oder PEFC-zertifizierten Bäumen. Suchen Sie zudem regionale Anbieter von heimischen Tannen oder Fichten, fragen Sie nach der Herkunft sowie nach kurzen Transportwegen. Die Weihnachtsbaum Alternative aus ökologischem Anbau erkennt man außerdem schnell an Siegeln der Bio-Anbauverbände: Naturland, Demeter, Biokreis etc.

Der Baum im Topf ist der Trend diesen Jahres. Diese können in jeder Stadt von verschiedenen Anbietern gemietet werden. Es gibt Weihnachtsbaumverleihe, die die Bäume sogar bringen und nach dem Fest wieder abholen. So wird die Entsorgung vermieden, denn der Baum wird nach dem Fest wieder eingepflanzt, sobald es der Boden zulässt. 

4. Natürliche Weihnachtsdeko

Stimmungsvolle Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien passt am besten zur Winterzeit, in der wir die Natur nach Hause holen können. Sammeln Sie beim nächsten Spaziergang Äste, Beeren, Kiefernzapfen und verwenden diese für Adventskränze. Außerdem ist traditionell wiederverwendbar Baumschmuck zu bevorzugen. Glaskugeln, Holzschmuck, bemalte Keramik oder selbst gebastelter Baumschmuck, wie traditionelle Strohsterne, veredeln jeden Weihnachtsbaum.

Setzen Sie bei der Beleuchtung lieber auf umweltfreundliche LED-Lichterketten. Wer klassische Kerzen bevorzugt, sollte auf zertifizierte Bio-Kerzen achten, die möglichst aus Bienenwachs oder Soja und nicht aus umweltschädlichem Paraffin oder Stearin bestehen, deren Rohstoffe Erdöl bzw. Palmöl sind. 

5. Nachhaltige Geschenkideen

Schenken macht Freude; umso mehr, wenn der Beschenkte weiß, dass das Geschenk zudem einem sozialen Zweck zugutekommt. Schöner noch, wenn es zu jedem Geschenk eine passende Geschichte zu erzählen gibt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um sinnvolle Weihnachtsgeschenke aufzuspüren. Nutzen Sie das Angebot lokaler Shops, die fair gehandelte Produkte verkaufen.

Achten Sie auf möglichst wenig Verpackung und darauf, dass sich nachvollziehen lässt, wo die Produkte und unter welchen Bedingungen diese hergestellt wurden. Prüfen Sie nicht nur nachhaltige Onlineshops auf umweltbewusste Verpackungen und CO2-Versandoptionen. Alternativ können Sie Zero-Waste Geschenke selbst herstellen, wie zum Beispiel Kosmetik zum Selbermachen. 

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7. Geschenke für nachhaltige Weihnachten

Um die typischen Papiermüllberge nach dem Weihnachtsfest zu vermeiden, verzichten Sie möglichst auf Geschenkverpackungen mit Lack oder Metalloberflächen. Heben Sie benutztes Geschenkpapier grundsätzlich zur Wiederverwendung auf. Recyclingpapier oder Packpapier aus umweltfreundlicher Quelle sind hübsche Alternativen, die sich auch mit farbigen Baumwollkordeln, Bindfaden sowie Tannenzweigen dekorativ verpacken lassen.

Verwenden Sie außerdem anstatt Plastik-Klebeband die Papieralternative oder Masking Tape. Eine schöne Idee sind Geschenkverpackungen, die weitergenutzt werden können. So eignen sich Papierschachteln oder schöne Stofftücher, in die man die Geschenke einwickelt und mit einem Band verschnürt. 

8. Weihnachtsessen: Gesund und genug für alle

Um unnötige Speiseüberreste nach dem Weihnachtsschmaus zu verhindern, planen Sie den Weihnachtseinkauf und das Festessen vorausschauend und ressourcensparend. Wenn es eine Gans sein soll, achten Sie darauf, dass sie aus zertifizierter Bio-Herkunft stammt. Verwenden Sie Reste sinnvoll: Aus Käseresten zaubern Sie zum Beispiel ein Käse-Fondue. Mit übrig gebliebenem Brot überraschen Sie Ihre Gäste beim Weihnachtsfrühstück mit „Armen Rittern“, einem traditionell gebratenem Reste-Essen aus mit Ei paniertem Brot, Zimt und Zucker.

Denken Sie rechtzeitig an diejenigen, die Weihnachten allein oder in der Kälte verbringen und informieren Sie sich, an welche wohltätigen Verbände oder Tafeln Sie Speisen spenden können. Damit machen Sie zum Fest der Liebe so manchem unbekannten Menschen eine besondere Freude. 

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9. Fleischlose Alternative: Vegane Weihnachten 

Mit dem Verzicht auf Fleisch schonen wir das Klima, müssen aber nicht auf exzellenten Geschmack verzichten. Auch für Vegetarier und Veganer gibt es inzwischen vielseitige Rezepte, die das Festessen auch fleischlos zum Gaumenschmaus machen. Nehmen Sie sich Zeit und planen Sie Ihr individuelles Festtagsmenü. Probieren Sie komplizierte Rezepte am besten vorab aus, damit sie an den Feiertagen auf Anhieb gelingen. Selbst wenn das Festessen nicht ausschließlich fleischlos sein sollte, lohnt es sich, gerade an Weihnachten die eine oder andere Speise durch eine fleischlose Alternative zu ersetzen. 

10. Faire Weihnachtsgrüße 

Sie können Weihnachtsgrüße per E-Mail versenden, um Zeit und CO2 zu sparen. Es gibt zahlreiche Anbieter zur Gestaltung persönlicher Grußkarten, die ganz einfach online verschickt werden können. Wenn Sie dennoch Ihre Weihnachtspost persönlich unterschreiben und versenden möchten, verwenden Sie Postkarten und Umschläge aus Recyclingpapier oder anderen nachhaltigen Materialien wie Bambus oder Kork von Herstellern, die soziale Verantwortung und eine umweltfreundliche Produktion gewährleisten. Denken Sie beim Porto an klimaneutrale Versendung (z.B. Gogreen).

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