Vogue Next: Die Zukunft baut auf Nachhaltigkeit & Inklusion

Alle Highlights und richtungsweisenden Trends der VOGUE NEXT Konferenz rund um ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung

VOGUE NEXT
Source & Copyright by Stefan Bösl / VOGUE NEXT presented by Audi

Autor: Mai-Lea

Nachhaltigkeit, Diversität, Social Media und Digitalisierung bestimmen unsere Zukunft, so das Resümee der Vogue Next. Die Konferenz ging am 13. Oktober in die nächste Runde und hat erneut eine Plattform für einen zukunftsorientierten Lifestyle geschaffen. Einen Tag lang diskutierten Trailblazer und Branchenexpert:innen über die richtungsweisenden Entwicklungen der Mode sowie des Lifestylebereichs. Neu dabei: Neben ökologischer wurde auch soziale Nachhaltigkeit diskutiert. So umfassten die Panel Talks Themen von Responsible Sourcing und Klimaschutz bis hin zu Diversität und Inklusion in der Arbeitswelt.

Vogue Next eröffnete neue Perspektiven auf den Umgang mit Plastik

Zu Beginn des Panels ging es um Umwelt- sowie Ressourcenschutz. Und somit natürlich auch den Plastic Pain. Mea Hoffmann, Kuratorin für das Vitra Museum, wies darauf hin, dass die Vorläufer von Plastik Naturmaterialien waren und eröffnete so eine neue Perspektive auf den Kunststoff. Allgemein sei Plastik nicht per se zu verteufeln. Viel wichtiger: Der verantwortungsvolle sowie bewusste Umgang mit dem Material. Clemens Feigl, CEO und Co-Founder von everwave appelierte zudem an Konsument:innen. Da der Markt sich an ihnen orientiert, kann ein Rückgang der Nachfrage zu einer kompletten Umstellung führen.

Übrigens: Plastik schneidet in der Umweltbilanz häufig sogar besser ab als alternative Materialien wie Glas oder Papier. Zukunftsweisende Startups wie Waste Reduction schaffen mehr und mehr Aufmerksamkeit für das Thema und entwickeln Ansätze, um Plastikneutralität zu fördern.

Buzzthema Responsible Sourcing

Eine weitere Diskussion drehte sich rund um eines der relevantesten Themen nachhaltiger Mode: Responsible Sourcing. Julia Zirpel, Gründerin von the wearness, Aurelia Figueroa, Global Head of Sustainability bei Breitling und Krishna Manda, Vice President of Corporate Sustainability bei der Lenzing Gruppe sprachen über Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Produkten. Es ginge nicht nur um ökologische Faktoren, sondern auch um soziale Verantwortung. Faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und im besten Falle eine persönliche Beziehung mit Suppliern. Eine besonders kraftvolle Message: Transparenz bei Lieferketten und Nachhaltigkeit bei Ressourcen sollte den Status eines Produktes neu definieren.

Source & Copyright by Stefan Bösl / VOGUE NEXT presented by Audi

Zukunftsfähig zu sein, bedeutet Verantwortung zu übernehmen

Im Talk mit Schmuckdesignerin Saskia Diez und Denijela Pilic, Global Head of Sustainability bei Louis Vuitton, richtete Model und Aktivistin Arizona Muse sich direkt ans Publikum. Ihre Botschaft: Mit finanziellem Wohlstand kommt gesellschaftliche Verantwortung. Bis dato sind nachhaltige Produkte einfach teurer, sodass viele Menschen leider nicht in der Lage sind, sie zu finanzieren. Motor für nachhaltige Entwicklung seien deshalb finanziell Bessergestellte: Mit ihrer Nachfrage können sie Druck auf das Angebot und somit auch den Markt ausüben.

Und auch die Arbeitswelt muss Verantwortung übernehmen. Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker, Unternehmerin Sara Naggar und Yousef Hammoudah, Autor und Leiter des Fotografiska Berlin, wiesen darauf hin, dass Unternehmen sich ganzheitlich diverser aufstellen müssen. Bislang wird Diversität in der Arbeitswelt lediglich kommunikativ behandelt. Was wir brauchen ist allerdings Action: Kompromisslos inklusive Strukturen und Lernbereitschaft statt veraltetem Schubladendenken.

Vogue Next appeliert an den bewussten Umgang mit Social Media

Die Konferenz eröffnete zudem verschiedene Perspektiven auf Social Media. The Good and the Ugly. So thematisierte Tik-Tok Star Jacob Rott Hate Speech im Internet und setzte ein klares Statement gegen Cyber Mobbing. Unangebrachte Aussagen haben sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt keinen Platz. In beiden Sphären haben sie einen gravierenden Einfluss auf die mentale Gesundheit. Kein Wunder, dass Initiativen wie HateAid an mehr und mehr Relevanz gewinnen.

Allerdings ging es auch um die positiven Seiten von Social Media. Sie schaffen Zugang, demokratisieren traditionell exklusive Netzwerke und verleihen Menschen eine Stimme, die globalen Impact haben kann. Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal erzählte von ihrer Organisation Háwar.help. Einer Plattform, die Instagram und Twitter nutzt, um den Protesten im Iran Öffentlichkeit zu verschaffen. Digital Empowerment!

Digitale Mode gegen Fast Fashion

Ein weiteres Potenzial von Digital: Fast Fashion bekämpfen. Da insbesondere die Gen Z Fast Fashion konsumiert, um kurzlebige Trends zu bedienen sowie auf Social Media zu teilen, brauche es eigentlich keine physische Kleidung. So kann es also sein, dass sich digitale und analoge Mode zukünftig ergänzen werden. Allerdings müssen nachhaltige Technologien zur Herstellung digitaler Mode entwickelt werden, um einen ungewollten Backlash zu vermeiden.

What's next?

Dass Themen wie Nachhaltigkeit und Inklusion heute eine so große Bühne wie die Vogue Next bekommen, ist eine relevante Entwickung. Eine Entwicklung, die notwendig ist, um eine positive Zukunft zu gestalten. Umso wichtiger, dass etablierte sowie reichweitenstarke Player wie die Vogue das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung schärfen.

Wer noch mehr entdecken will und die Panels im Videoformat anschauen möchte, kann noch bis zum 11. November die digitale Welt der Konferenz besuchen.

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