Luxuskonzern validiert Net-Zero-Ziele mit Science Based Targets

Burberry validiert Klimaziele mithilfe der SBTi-Standards

Science Based Target Initiative Burberry

Autor: Sidney

Die Initiative Science Based Targets (SBTi) hat sich dazu verschrieben, einen gemeinsame Klima-Standard zu definieren, welche sich an wissenschaftlich fundierten Werten orientiert. Folglich geben sie einen klaren Weg vor, um Treibhausgase zu reduzieren. Aber auch Innovationen voranzubringen und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

Schließlich spielt der private Sektor bei der Reduzierung der Emissionen eine grundlegende Rolle und nur gemeinsam können die Net-Zero Ziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen erreicht werden. Nun hat sich auch der Luxusgigant Burberry der Initiative angeschlossen und die gesetzten Ziele wurden von SBTi offiziell validiert. Warum ist es so wichtig, dass gerade Brands wie Burberry als positives Beispiel voran gehen und was genau steckt hinter SBTi?

Wie werden die Ziele des SBTi definiert und wer ist berechtigt beizutreten?

Die Initiative Science Based Targets (SBTi) ist sehr an Unternehmen interessiert, welche größere Mengen an CO2-Emissionen ausstoßen, um einen besonders hohen Impact zu erzielen und generalisierte Wege zur Reduzierung aufzeigen zu können. Mehr als 3000 Unternehmen und Finanzinstitute arbeiten mittlerweile mit der SBTi zusammen, darunter auch weltbekannte Luxusmarken wie Burberry. Es ist die erste Luxusmodemarke, welche für seine Netto-Null Emissionen die Validierung des SBTi erhielt. Konkret heißt dies, dass die Ziele von Burberry, bis 2040 klimaneutral zu sein, auf den neuesten klimawissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und die dringende Notwendigkeit erfüllen, die Erwärmung gemäß dem Pariser Abkommen auf 1,5 °C zu begrenzen.

Das Netto-Null-Ziel von Burberry ist somit durch eine Reihe von Verpflichtungen für Scope-1-, 2- und 3-Treibhausgase (THG) untermauert. Luiz Amaral, Chief Executive Officer der SBT): „Die Klimawissenschaft sagt uns, dass wir schnelle und tiefgreifende Emissionssenkungen brauchen, wenn wir das globale Netto-Null-Ziel erreichen und die schädlichsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern wollen. Die Netto-Null-Ziele von Burberry entsprechen der Dringlichkeit der Klimakrise und setzen ein klares Beispiel, dem ihre Kollegen folgen müssen.“ Neben Burberry haben sich zuvor auch LVMH, Richemont, Kering, Chanel, Hermès und Prada dem SBTi verschrieben.

Die Festlegung der Ziele basiert auf fünf Stufen:

  1. Verpflichten: Absichtserklärung für wissenschaftlich fundiertes Festlegen von Klimazielen
  2. Entwickeln: Ziele die mit den Kriterien des SBTi übereinstimmen entwickeln
  3. Einreichen: Das festgelegte Ziel dem SBTi präsentieren
  4. Kommunizieren: Ziel mit den Stakeholdern kommunizieren
  5. Offenlegung: Unternehmensweite Emissionen und Fortschritte jährlich präsentieren

Auf einem Dashboard können alle Ziele und Verpflichtungen sowie Informationen jedes seit 2015 teilnehmenden Unternehmens eingesehen werden. Um ganzheitlich die Emissionen zu reduzieren, orientiert sich der Standard an dem 1,5 Grad Ziel des Pariser Abkommens. Des Weiteren kooperiert die Initiative mit Unternehmen wie CDP, dem Global Compact der Vereinten Nationen, dem World Resources Institute, als auch WWF.

Nach SBTi sind Ziele, klar definierte Wege für Unternehmen zur Reduzierung der Emissionen, diese beinhalten kurzfristige, als auch langfristige Ziele. Demnach sind kurzfristige Ziele solche, dessen Umsetzung in den nächsten fünf bis zehn Jahren statt findet. Sie veranschaulichen die erforderlichen Maßnahmen, um bis 2030 signifikante Reduzierungen zu sehen. Schließlich geben die Langfristigen den Grad der Emissionsreduktion an, diese Ziele müssen spätestens 2050 erreicht sein.

Warum der SBTi beitreten?

Unternehmen die sich dem Standard verschrieben haben, verzeichnen eine höhere Rentabilität. Folglich macht eine wissenschaftsbasierte Zielsetzung das Wachstum zukunftssicher, spart Geld und viel wichtiger: es bietet Widerstandsfähigkeit gegenüber Regulatoren. Darüberhinaus fördert es Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit und stärkt das Vertrauen der Stakeholder. Schließlich ist es ein klares Zeichen für die Nachhaltigkeitsverpflichtungen.

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