Die englische Luxusmarke Burberry und ihre nachhaltige Neuausrichtung

Das Luxus Label Burberry wird Teil der Sustainable Luxury Bewegung: Neben einer fair produzierten Mantel-Kollektion möchte das Unternehmen bis 2022 klimaneutral produzieren.

Südafrika, Bio-Restaurants, Urlaub, nachhaltiger Tourismus
Bildquelle: Burberry

Die britische Luxusmarke Burberry wird Teil der Sustainable Luxury Bewegung: Neben einer fair produzierten Mantel-Kollektion hat sich das Luxus Label eine klimaneutrale Produktion bis 2022 zum Ziel gesetzt. Gerade für die Fashion-Industrie stellt dies ein ambitioniertes Ziel dar.

Burberry stellt nachhaltige Econyl Capsule Kollektion vor

Im August wurde die neue umweltfreundliche Kollektion vorgestellt, mit Fokus auf die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. So wurden der klassische Jacquard-Parka und der Oldtimer-Mantel auf nachhaltige Weise neu definiert und aus dem innovativem Stoff ECONYL® hergestellt.

ECONYL® by Aquafil ist ein nachhaltiger Nylongarn, der aus wiederverwerteten Fischernetzen, Stoffresten und Industriekunststoffen gewonnen wird. Der Burberry Econyl Coat soll ein Klassiker werden und gleichzeitig den Weg in eine nachhaltige Modeindustrie ebnen.

Außerdem werden mittlerweile zum Beispiel Lederreste in der Produktion weiterverwendet, auf Pelz wird gänzlich verzichtet und das Unternehmen unterstützt die Forschung & Entwicklung von  nachhaltigen Materialien. Letzteres hat sich vor allem in der Vorstellung der neuen ECONYL-Kollektion manifestiert.

Warum setzt Burberry auf Nachhaltigkeit?

Burberry soll sich nachhaltiger und umweltbewusster positionieren. Und das aus gutem Grund: Noch bis 2018 wurden Kleidung, Parfum und Accessoires, die nicht verkauft wurden, verbrannt – und das mit einem Wert bis zu 31 Millionen Euro im Jahr.

Viele Marken vermeiden dadurch, dass die Ware unter Wert weiterverkauft wird. Umweltschützer kritisieren diese nachlässige Zerstörung wichtiger Ressourcen massiv. Daher wird ab sofort nicht verkaufte Ware von Burberry gespendet oder recycelt. Und auch sonst beschreitet der Konzern einen nachhaltigeren Weg.

Darauf fußt auch der Zero Waste Gedanke, den Burberry in seine Unternehmenskultur implementiert hat. Bis 2025 soll zum Beispiel sämtliches Verpackungsmaterial wiederverwertbar, recycelbar oder biologisch abbaubar sein.

Die Ziele der britischen Luxusmarke beim G7 Gipfel

Burberry hat sich außerdem die Reduktion seiner CO2-Emissionen um 95 Prozent zum Ziel gesetzt, um dadurch klimaneutral zu produzieren. Die Ziele für die Treibhausgase gelten dabei erstmalig für die komplette Lieferkette. Gleichzeitig möchte das Luxusunternehmen bis dahin ausschließlich unter Einsatz von erneuerbaren Energien arbeiten.

Pam Batty, Vice President of Corporate Responsibility bei Burberry, betont das verstärkte Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit: Die neue Kollektion ist nur eine der Möglichkeiten, mit denen Burberry den Entwicklungsprozess eigener Produkte aktiv verändert und verbessert, da wir wissen, dass unsere Branche eine Schlüsselrolle bei dem Aufbau einer nachhaltigeren Zukunft spielen kann."

Das Unternehmen legt seine Nachhaltigkeitsziele offen dar und fördert so mehr Transparenz in der Industrie. Burberry ist außerdem Mit-Unterzeichner des "G7 Fashion Pact", einer globalen Allianz der 32 führenden Modeunternehmen zur Bekämpfung des Klimawandels.

Durch den Pakt soll die globale Erwärmung begrenzt, die Weltmeere geschützt und die biologische Vielfalt wiederhergestellt werden. Der Modepakt wurde den Staatsoberhäuptern während des G7-Treffens in Biarritz vorgestellt.

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